
Mentha pulegium
Auch bekannt als: Polei
7
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
An den dichten, kugeligen Blütenquirlen, die in regelmäßigen Abständen etagenartig am Stängel sitzen, lässt sich die Polei-Minze (Mentha pulegium) sofort erkennen. Diese zierliche Minze verströmt einen sehr intensiven, fast schon beißenden Duft und wächst eher niedrig. Da sie auf der Roten Liste 3 als gefährdet eingestuft wird, ist sie eine echte Besonderheit für deinen Naturgarten. Besonders die seltene Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) profitieren von ihrem Nektarangebot im Hochsommer. Mit ihrer Pflanzung hilfst du aktiv dabei, eine schwindende Wildpflanze in unserer Landschaft zu erhalten. Du wirst sehen, wie schnell die kleinen Blüten zum Magneten für deine Gartenbesucher werden.
Rote-Liste-Rarität: Die exklusive Sommertankstelle für die Haarige Dolchwespe.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Polei-Minze trotz ihrer kurzen Blütezeit im Juli eine wertvolle Ressource. Vor allem die Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) und verschiedene Feldwespen (Polistes) suchen die Blüten gezielt auf. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) finden hier eine wichtige Nahrungsquelle. Da die Pflanze in der freien Natur selten geworden ist, fungiert dein Garten als wichtiger Trittstein für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die verblühten Stängel solltest du über den Winter stehen lassen, da sie kleinen Insekten Schutz vor der Witterung bieten können.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Die Polei-Minze braucht einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Standort: Wähle einen Ort mit frischem Boden. 'Frisch' bedeutet in der Fachsprache, dass die Erde mäßig feucht sein sollte und nie ganz austrocknen darf.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Setzen ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da sie Feuchtigkeit liebt, solltest du in trockenen Sommern regelmäßig gießen. Ein Rückschnitt ist nach der Blüte möglich, aber kein Muss.
Vermehrung: Sie lässt sich leicht über Ausläufer oder Teilung im Frühjahr vermehren.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist der Blutweiderich (Lythrum salicaria). Beide Arten teilen sich den Vorzug für feuchte, sonnige Standorte und bilden gemeinsam ein stabiles Biotop für Feuchtwiesen-Insekten.
Die Polei-Minze (Mentha pulegium) ist ein Vertreter der Lippenblütler (Lamiaceae) und in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) oder als indigen (ursprünglich einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind wechselfeuchte Standorte wie Ufer, Gräben oder feuchte Magerwiesen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren quadratischen Stängel und die behaarten, eiförmigen Blätter aus, wobei die Blüten ausschließlich in den oberen Blattachseln erscheinen.
1 Video zu Polei-Minze

7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_522058001
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