Bild folgtKI-generierte IllustrationLysimachia maritima
Auch bekannt als: Lysimachia maritima
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Strand-Gilbweiderich an seinem niedrigen, fast kriechenden Wuchs und den fleischigen, dicklichen Blättern, die an eine Sukkulente (wasserspeichernde Pflanze) erinnern. Diese zierliche Art ist eine ökologische Kostbarkeit, da sie spezialisierten Insekten wie dem bedrohten Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) wertvollen Nektar bietet. Im Naturgarten ist sie ideal für feuchte Stellen, an denen andere Pflanzen oft aufgeben. Wenn du einen Teichrand oder eine feuchte Senke hast, kannst du mit dieser Art einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten. Du wirst schnell merken, wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) dieses Angebot dankbar annimmt. Trau dich ruhig an diesen Spezialisten heran, er ist pflegeleichter als man denkt.
Spezialist für nasse Füße: Ein seltener Magnet für den Goldenen Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Strand-Gilbweiderich eine wichtige Anlaufstelle für den seltenen Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia). Neben diesem prachtvollen Schmetterling profitiert die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) von der Blüte. Auch für die Blattwespe Monostegia abdominalis (Fabricius, 1798) stellt die Pflanze einen wertvollen Lebensraum dar. Durch die AM-Mykorrhiza (Wurzelsymbiose) fördert die Art zudem die biologische Aktivität und Vernetzung der Pilzgeflechte in deinem Gartenboden. In den Wintermonaten bieten die verblühten Triebe kleinen Insekten einen Rückzugsort für die Überwinterung.
Der Strand-Gilbweiderich wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er wie viele Gilbweiderich-Arten Inhaltsstoffe enthalten kann, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen, solltest du beim Pflanzen an Plätzen, wo kleine Kinder spielen, achtsam sein. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht bei genauer Betrachtung der sukkulenten Blätter jedoch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Nov
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Art sehr lichthungrig ist.
Der Boden sollte dauerhaft feucht bis nass sein, ideal ist ein Platz in der Sumpfzone deines Gartenteichs.
Da die Pflanze salztolerant ist, kommt sie mit mineralischen Böden sehr gut zurecht.
Die Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte darauf, dass der Boden während des Anwachsens niemals vollständig austrocknet.
Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza ein, eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Bodenpilzen, welche die Nährstoffaufnahme optimiert.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, das Stehenlassen der Triebe schützt das Rhizom (den Wurzelstock).
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch vorsichtige Teilung des Bestandes im Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Salz-Aster (Tripolium pannonicum) – beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Standorte und bilden eine harmonische, heimische Pflanzengemeinschaft.
Der Strand-Gilbweiderich (Lysimachia maritima) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen. Er ist in unserer Region vor allem in Österreich heimisch, wo er natürlicherweise auf feuchten Salzwiesen vorkommt. Typisch für diese morphologische (gestaltliche) Besonderheit ist, dass die Blüten keine echten Kronblätter besitzen; was wir als rosa-weiße Blütenblätter sehen, sind botanisch gesehen farbige Kelchblätter. Die Pflanze ist ausdauernd und verbreitet sich über unterirdische Ausläufer, was sie sehr standorttreu macht.
3 Videos zu Strand-Gilbweiderich



2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →