Bild folgtKI-generierte IllustrationLepidium ruderale
Auch bekannt als: Lepidium ruderale
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Schutt-Kresse (Lepidium ruderale) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren winzigen, grünlichen Blüten, die fast immer ohne Kronblätter auskommen, und dem strengen, kresseartigen Geruch beim Zerreiben ist sie unverwechselbar. Diese robuste Pionierpflanze besiedelt gerne Plätze, die andere meiden, und bietet dem Rotbeinigen Feldlaufkäfer (Harpalus affinis) einen wertvollen Lebensraum. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 ohne direktes menschliches Zutun eingeführt wurde) ist sie fest in unserer Landschaft verankert. Wenn du in deinem Garten eine unkomplizierte Art für schwierige, sonnige Stellen suchst, ist sie die ideale Wahl für dich.
Robuste Pionierpflanze und wichtiger Stützpunkt für den Rotbeinigen Feldlaufkäfer.
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Die Schutt-Kresse spielt eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem, da sie spezialisierten Bodenbewohnern Schutz bietet. Nach aktuellen Daten profitiert insbesondere der Rotbeinige Feldlaufkäfer (Harpalus affinis) von ihrem Vorhandensein. Ihre Samenreife zieht in den Herbstmonaten verschiedene Vögel an, die die kleinen Schötchen als Energiequelle nutzen. Da sie als Pionierart oft auf verdichteten Böden wächst, trägt sie zur Bodenlockerung bei und bereitet das Feld für anspruchsvollere Nachfolgepflanzen. In der ökologischen Gartenkultur ist sie daher ein wichtiger Baustein für eine natürliche Bodenregeneration.
Die Schutt-Kresse wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihre Inhaltsstoffe bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen können. Eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen ist bei genauer Betrachtung der scharfen, kresseartigen Blätter und des speziellen Geruchs unwahrscheinlich. Dennoch sollten Kinder darauf hingewiesen werden, die Pflanze nicht zu verzehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was in der Fachsprache eine mäßige, gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe bedeutet.
Als Mittelzehrer benötigt die Pflanze einen normalen Gartenboden mit durchschnittlichem Nährstoffgehalt; eine zusätzliche Düngung ist meist nicht nötig.
Die beste Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze NM (Nicht-Mykorrhiza-bildend) ist, benötigt sie keine speziellen Pilz-Impfstoffe im Boden.
Die Vermehrung klappt am besten durch Selbstaussaat, die du durch Stehenlassen der Samentriebe fördern kannst.
Ein Rückschnitt ist lediglich am Ende des Winters notwendig, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Gute Partnerin: Die Weg-Malve (Malva neglecta) – beide Arten teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden an sonnigen Standorten und fördern gemeinsam die Artenvielfalt am Boden.
Die Schutt-Kresse gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Sie bevorzugt nährstoffreiche Ruderalstandorte (vom Menschen stark beeinflusste Rohbodenflächen) wie Wegränder oder Schuttplätze. Morphologisch fällt sie durch ihren von Grund auf stark verzweigten Wuchs und die sehr kleinen, schmal geflügelten Schötchen (flache Kapselfrüchte) auf. Ihre Wurzeln bilden keine Mykorrhiza (keine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen), was ihr ermöglicht, auch auf gestörten Böden schnell Fuß zu fassen.
1 Video zu Schutt-Kresse

2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →