Bild folgtKI-generierte IllustrationLedum palustre
Auch bekannt als: Ledum palustre
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Sumpfporst (Ledum palustre) durch seinen intensiven, harzigen Duft und die schneeweißen Blütendolden auf. Mit seinen schmalen, am Rand nach unten gerollten Blättern und der rostbraunen Behaarung auf der Unterseite ist er ein Charaktergesicht für naturnahe Moorbeete. In deinem Garten ist er ein wichtiger Baustein für den Artenschutz, da er spezialisierten Insekten wie dem Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) als wertvolle Nahrungsquelle dient. Wenn du eine feuchte, saure Nische im Garten hast, kannst du mit dieser Art ein echtes Stück Urnatur bewahren. Achte bei der Standortwahl darauf, dass die Pflanze dauerhaft feuchte Füße behalten möchte.
Ein duftendes Stück Moor für den Garten und Heimat für den Faulbaum-Bläuling.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Sumpfporst (Ledum palustre) eine wichtige Nektarquelle in feuchten Biotopen. Zu den regelmäßigen Besuchern zählt der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus), der von den weißen Blütendolden angezogen wird. Die ätherischen Öle der Pflanze wirken als Locksignal für spezialisierte Insektengruppen. Durch seine immergrüne Struktur bietet der Strauch zudem ganzjährigen Rückzugsraum für Kleinstlebewesen im Garten. Da er in der freien Natur durch die Entwässerung von Mooren stark bedroht ist, leistest du mit der Ansiedlung einen direkten Beitrag zum Erhalt dieser gefährdeten Flora. Die Samenreife im Spätsommer ergänzt das Nahrungsangebot für bodennah lebende Arten.
Der Sumpfporst (Ledum palustre) ist nicht kindersicher. Er enthält ätherische Öle und Inhaltsstoffe wie Ledol, die bei Verzehr giftig wirken und Kopfschmerzen oder Schwindel verursachen können. Trage beim Rückschnitt sicherheitshalber Handschuhe, um Hautreizungen zu vermeiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.62 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis lichten, halbschattigen Platz, der den Bedingungen eines Moores entspricht.
Boden: Die Pflanze benötigt ein saures Milieu mit einem niedrigen pH-Wert. Nutze torffreie Spezialerde für Moorbeetpflanzen und vermeide unbedingt Kalk.
Feuchtigkeit: Der Sumpfporst braucht eine gleichmäßige Feuchte (Ellenberg Feuchtezahl 9: nasser Boden). Er darf niemals austrocknen.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in die Erde.
Pflege: Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wachstums kaum erforderlich. Entferne lediglich abgestorbene Zweige.
Wässerung: Nutze ausschließlich kalkfreies Regenwasser, um den sauren Bodencharakter zu erhalten.
Vermehrung: Dies gelingt am besten über Stecklinge im Hochsommer.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) – beide teilen die Liebe zu nassen, sauren Standorten und bilden zusammen ein stabiles ökologisches Gefüge.
Der Sumpfporst (Ledum palustre) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales). Er ist in Nord- und Mitteleuropa heimisch und besiedelt bevorzugt Hochmoore (nährstoffarme Regenmoore) und torfige Bruchwälder (sumpfige Waldgebiete). Typisch ist sein immergrüner Wuchs als kleiner, buschiger Strauch, der etwa 50 bis 100 Zentimeter Höhe erreicht. Die Pflanze zeichnet sich durch Drüsenhaare aus, die ätherische Öle abgeben, was ihr den markanten Geruch verleiht.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →