Bild folgtKI-generierte IllustrationLactuca tatarica
Auch bekannt als: Sonchus tataricus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Tataren-Lattich (Lactuca tatarica) an seinen hellblauen bis violetten Korbblüten, die an verzweigten Stängeln über den graugrünen Blättern thronen. In deinem Naturgarten spielt diese Staude eine wichtige Rolle als Nahrungsquelle, da sie gezielt von Bestäubern wie der Honigbiene (Apis mellifera) und der Luzerne-Blattschneiderbiene (Megachile rotundata) angeflogen wird. Während die Pflanze in Österreich als heimisch gilt, bereichert sie als etablierter Neophyt (nach 1492 zugewanderte Art) auch Gärten in Deutschland und der Schweiz. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die echten ökologischen Mehrwert bietet, ist dieser Lattich eine gute Wahl für dich.
Hellblaues Blütenmeer: Eine wichtige Tankstelle für die Blattschneiderbiene.
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Die Pflanze bietet ein wertvolles Nahrungsangebot für spezialisierte Fluginsekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen insbesondere die Honigbiene (Apis mellifera) und die Luzerne-Blattschneiderbiene (Megachile rotundata) die blauen Blüten intensiv an. Da die Staude in Österreich heimisch ist, fügt sie sich dort perfekt in die lokalen Nahrungsketten ein. Im Herbst bieten die Samenstände eine Energiequelle für samenfressende Vögel, die in den verblühten Resten nach Nahrung suchen. Durch die Bildung von Ausläufern entstehen dichte Strukturen, die am Boden lebenden Nützlingen Schutz gewähren. Da die Art in großen Beständen wachsen kann, stabilisiert sie das Nahrungsangebot über die gesamte sommerliche Blütezeit hinweg.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Wähle für diese Staude einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Sie benötigt einen Boden, der mäßig feucht (frisch) ist, was einer normalen, nicht zu trockenen Gartenerde entspricht.
Als Mittelzehrer kommt die Pflanze mit einem durchschnittlichen Nährstoffangebot ohne zusätzliche Düngung gut zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose mit Bodenpilzen, die der Pflanze bei der Nährstoffaufnahme hilft.
Da sie zur Ausläuferbildung neigt, solltest du ihr im Beet etwas Raum zur Ausbreitung zugestehen.
Schneide die verblühten Stängel erst im späten Winter zurück, um die Basis vor Frost zu schützen.
Durch das Stehenlassen bietest du zudem nützlichen Insekten ein Winterquartier.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend.
Der Tataren-Lattich (Lactuca tatarica) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist innerhalb dieser den Cichorieae zugeordnet. Er ist ursprünglich in Osteuropa und Asien verbreitet, in Österreich gilt er jedoch als heimisch. Die Pflanze wächst ausdauernd und erreicht Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimetern. Markant sind die lanzettlichen, oft buchtig gezähnten Blätter und der für die Gattung typische weiße Milchsaft, der bei Verletzungen austritt. Er bevorzugt sonnige Standorte und besiedelt oft salzhaltige oder sandige Böden sowie Ruderalflächen (Rohbodenstandorte).
3 Videos zu Tataren-Lattich



2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →