Bild folgtKI-generierte IllustrationJuniperus horizontalis
Auch bekannt als: Kriech-Wacholder
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Arten
interagieren
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Interaktionen
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem flach am Boden kriechenden Wuchs, der dichte, immergrüne Matten bildet, lässt sich die Teppich-Wacholder (Juniperus horizontalis) sofort erkennen. Für den Naturgarten ist dieser Überlebenskünstler wertvoll, da er spezialisierten Nachtfaltern eine Lebensgrundlage bietet. So finden etwa die Raupen des Wacholder-Blütenspanners (Eupithecia pusillata) und des Wacholder-Buschspanners (Thera juniperata) hier ihre notwendige Nahrung. Durch die ganzjährige Belaubung bietet die Pflanze zudem wichtigen Rückzugsraum für kleine Gartenbewohner. Wenn du eine pflegeleichte Lösung für sonnige Böschungen suchst, die auch im Winter Struktur liefert, liegst du mit dieser Wahl richtig.
Immergrüner Bodendecker und wichtiger Futterplatz für spezialisierte Nachtfalter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Teppich-Wacholder eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für mehrere spezialisierte Falterarten. Besonders hervorzuheben sind der Wacholder-Blütenspanner (Eupithecia pusillata) und der Wacholder-Buschspanner (Thera juniperata), die auf die Nadeln angewiesen sind. Auch die Raupen des Wacholder-Rindenspanners (Eupithecia intricata) nutzen dieses Gehölz als Kinderstube. Im Winter dienen die dichten Zweige vielen bodennah lebenden Tieren als frostsicheres Versteck. Obwohl sie weniger Nektar bietet als Blütenpflanzen, ist ihr Wert als strukturbildendes Element und Futterquelle für Raupen in der ökologischen Gartenkultur hoch einzuschätzen.
Die Teppich-Wacholder ist als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält ätherische Öle, die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können und bei Hautkontakt mitunter Reizungen verursachen. Achte darauf, dass kleine Kinder die bläulichen Zapfenfrüchte nicht in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Schuppenförmig
Pflanzenhöhe
1.21 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze einen hohen Lichtbedarf hat (Ellenberg Lichtwert 9).
Boden: Der Untergrund sollte durchlässig und eher trocken bis frisch sein; Staunässe verträgt sie gar nicht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Ein Rückschnitt ist meist nicht nötig, es sei denn, der Ausbreitungsdrang wird zu groß.
Vermehrung: Dies gelingt am besten über Stecklinge im Spätsommer.
Besonderheit: Die Pflanze ist sehr frosthart und benötigt im Winter keinen zusätzlichen Schutz.
Begleitpflanze: Eine gute Partnerin ist der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Vorliebe für trockene, karge Standorte und bilden gemeinsam einen lebendigen Teppich.
Die Teppich-Wacholder gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) innerhalb der Ordnung der Kiefernartigen (Pinales). In unserer Region ist sie als Standort-festigendes Gehölz bekannt und kommt natürlicherweise in Österreich vor. Sie bevorzugt offene, lichtreiche Standorte und zeichnet sich durch einen Prostrat-Wuchs (flach am Boden liegend) aus. Ihre schuppenförmigen Blätter sind ein typisches Merkmal, das sie vor übermäßiger Verdunstung an trockenen Standorten schützt.
3 Videos zu Kriech-Wacholder



3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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