Bild folgtKI-generierte IllustrationImpatiens capensis
Auch bekannt als: Kap-Springkraut, Impatiens capensis
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Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt das Orangefarbene Springkraut durch seine leuchtend orangefarbenen, trompetenförmigen Blüten auf, die oft mit feinen, braunroten Punkten gesprenkelt sind. In deinem Naturgarten ist dieser Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart) besonders wertvoll als Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter wie den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor), dessen Raupen an den saftigen Blättern fressen. Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt die Blüten regelmäßig als Energiequelle. Wenn du eine feuchte, halbschattige Ecke oder einen Teichrand hast, kannst du dieser vitalen Pflanze beim Wachsen fast zusehen.
Farbenfrohe Nektarquelle: Die wichtigste Kinderstube für den Weinschwärmer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle für die Honigbiene (Apis mellifera) und den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae). Besonders wertvoll ist sie als Raupenfutterpflanze für den prachtvollen Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor) sowie den Blattspanner (Xanthorhoe biriviata). In ihren Herkunftsgebieten wird sie zudem vom Kanada-Kleiber (Sitta canadensis) besucht. Da die Pflanze dichte Bestände auf feuchtem Grund bildet, bietet sie am Boden lebenden Tieren Schutz. Die einjährige Pflanze hinterlässt nach ihrem Absterben im Winter nährstoffreiches Material für Bodenorganismen.
Das Orangefarbene Springkraut ist nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit dem heimischen Großen Springkraut (Impatiens noli-tangere), welches jedoch hellgelbe Blüten besitzt. Die Pflanze gilt als schwach giftig und ist für Haushalte mit kleinen Kindern nur bedingt zu empfehlen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.3 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, da die Pflanze keine pralle Mittagssonne mag.
Der Boden sollte dauerhaft feucht sein; das Springkraut ist auf eine gute Wasserversorgung angewiesen.
Da es ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, benötigt es einen nährstoffreichen, fettigen Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Die Vermehrung erfolgt meist von selbst durch die Verteilung der Samen im Spätsommer.
Achte darauf, die Pflanze nicht in zu trockene Gartenbereiche zu setzen, dort kümmert sie schnell.
Da die Art nicht kindersicher ist, sollte sie nicht in direkter Reichweite von Spielbereichen stehen.
Gute Partnerin: Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) - beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend am Teichrand.
Das Orangefarbene Springkraut (Impatiens capensis) gehört zur Familie der Balsaminengewächse (Balsaminaceae). Ursprünglich aus Nordamerika stammend, ist es in Deutschland und der Schweiz mittlerweile als Neophyt (gebietsfremde Pflanze) weit verbreitet. Die Pflanze bevorzugt feuchte Standorte und geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine spezielle Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln zur Nährstoffaufnahme, ein. Charakteristisch sind die saftigen, fast glasig wirkenden Stängel und die namensgebenden Springfrüchte, die ihre Samen bei Berührung wegschleudern.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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