Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium vulgatum
Auch bekannt als: Dünnstengeliges Habichtskraut, Hieracium vulgatum
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Arten
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dokumentiert
Typisch für das Gewöhnliche Habichtskraut (Hieracium vulgatum) sind die leuchtend gelben Blütenkörbchen, die an beblätterten Stielen aus einer Rosette lanzettlicher Blätter emporwachsen. In deinem Naturgarten ist diese heimische Wildpflanze eine wertvolle Bereicherung, da sie als wichtige Futterquelle für spezialisierte Insekten dient. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) fliegen die Blüten gerne an. Die Pflanze ist robust, ausdauernd und stellt nur geringe Ansprüche an die Pflege. Wenn du eine unkomplizierte Art suchst, die ökologische Lücken schließt, ist dieses Habichtskraut die richtige Wahl für dich.
Heimischer Gelbblüher: Die wichtige Futterstation für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Schlüsselpflanze für verschiedene Scheckenfalter. Zu den Besuchern zählen der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Südliche Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der seltene Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzt das Nektarangebot. Da die Pflanze spät im Jahr noch Samen bildet, finden Vögel hier eine natürliche Futterquelle. Die enge Bindung an Bodenpilze (Arbuskuläre Mykorrhiza) fördert zudem die Gesundheit des gesamten Boden-Netzwerks in deinem Garten.
Die Datenbank stuft die Pflanze als nicht kindersicher ein. Das liegt vor allem am enthaltenen Milchsaft, der bei Kontakt mit empfindlicher Haut leichte Reizungen verursachen kann. Sie ist keine Speisepflanze und sollte nicht verzehrt werden. Verwechslungen mit giftigen Pflanzen der gleichen Familie sind aufgrund der charakteristischen beblätterten Stiele für geübte Augen unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Wähle einen Platz im Halbschatten oder in der Sonne.
Der Boden sollte mäßig trocken bis frisch sein, was einer Ellenberg-Feuchtezahl von 4 entspricht.
Die Pflanze kommt gut mit mageren Böden zurecht, solange keine Staunässe (stehendes Wasser) entsteht.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Die Vermehrung erfolgt im Garten meist von selbst über Samen oder kurze Ausläufer.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; das Stehenlassen der Stängel hilft der Pflanze beim Überwintern.
In der Wachstumsphase benötigt sie keine zusätzliche Düngung.
Da sie Mykorrhiza-Partner nutzt, solltest du auf chemische Bodenhilfsstoffe verzichten.
Gute Partnerin: Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) - beide Arten besiedeln ähnliche Waldrandsituationen und ergänzen sich hervorragend als ökologische Bodendecker.
Das Gewöhnliche Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland und Österreich indigen (einheimisch). Es besiedelt bevorzugt lichte Wälder, Wegränder und Halbtrockenrasen. Markant ist die Blattrosette am Boden, aus der ein bis zu 50 Zentimeter hoher Stängel mit wenigen Blättern austreibt. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, auch an nährstoffarmen Standorten optimal zu gedeihen.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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