
Hieracium lachenalii
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch für das Gewöhnliche Habichtskraut (Hieracium lachenalii) sind die goldgelben Korbblüten auf behaarten Stängeln und die oft dunkel gefleckten Grundblätter, die flach am Boden liegen. In Deinem Garten ist diese Art ein wertvoller Baustein für naturnahe Bereiche, da sie gezielt Insekten wie den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) oder die Ackerhummel anzieht. Als sogenannter Schwachzehrer (Pflanze, die wenig Nährstoffe benötigt) hilft sie Dir dabei, auch magere Standorte unter Bäumen ökologisch aufzuwerten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren zudem Ameisen wie die Rote Gartenameise von der Pflanze. Du machst hier alles richtig, wenn Du ihr ein Plätzchen im Halbschatten gönnst, wo sie sich in Ruhe entwickeln darf.
Goldgelber Waldrand-Charme: Die robuste Nektarquelle für Ackerhummel und Falter.
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In Deinem Garten dient das Gewöhnliche Habichtskraut als wichtige Futterquelle für verschiedene Fluginsekten. Besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) besucht die gelben Blüten regelmäßig, um Nektar zu tanken. Auch die Ackerhummel nutzt das Angebot gerne als zuverlässige Tankstelle in halbschattigen Gartenbereichen. Interessanterweise spielt die Pflanze auch am Boden eine Rolle: Die Rote Gartenameise wird häufig an ihr beobachtet, da sie oft in engem Kontakt mit der Bodenvegetation steht. Da die Samen im Herbst reifen, bieten sie zudem eine kleine, aber feine Nahrungsquelle für Vögel, die in der kalten Jahreszeit nach Sämereien suchen. Durch das Stehenlassen der verblühten Stände förderst Du also die gesamte Nahrungskette.
Achtung beim Umgang: Das Gewöhnliche Habichtskraut wird in Sicherheitsbewertungen als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den enthaltenen Bitterstoffen und der Behaarung, die bei empfindlicher Haut leichte Reizungen verursachen kann. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der Blattrosette zwar kaum, dennoch solltest Du kleine Kinder im Garten darauf hinweisen, die Pflanze nicht in den Mund zu stecken.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Das Gewöhnliche Habichtskraut ist recht anspruchslos, solange Du ein paar Regeln beachtest. Wähle einen Standort im Halbschatten auf frischem Boden – das bedeutet in der Fachsprache 'mäßig feucht', die Erde sollte also nie ganz austrocknen, aber auch keine Staunässe bilden. Da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, musst Du sie nicht düngen; zu viel Stickstoff würde ihr eher schaden. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist. Eine Vermehrung erfolgt meist unkompliziert über Samen. Nach der Blüte kannst Du die Stängel stehen lassen, damit die Samen reifen. Gute Partnerin im Garten: Die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) – beide teilen die Vorliebe für lichte Gehölzränder und ergänzen sich optisch hervorragend durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Das Gewöhnliche Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Es besiedelt bevorzugt lichte Wälder, Waldränder und frische Magerwiesen. Botanisch ist es ein Indigen (eine bei uns ursprünglich heimische Art), das eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) eingeht, um Nährstoffe besser aufzunehmen. Markant sind die drüsigen Haare an den Hüllblättern der Blüte, die Du mit einer Lupe gut erkennen kannst. Trotz seiner weiten Verbreitung gilt es als wichtiger Bestandteil stabiler Pflanzengesellschaften im Halbschatten.
11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_629186608
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