Bild folgtKI-generierte IllustrationGeranium rotundifolium
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Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Rundblättrigen Storchschnabel (Geranium rotundifolium) an seinen namensgebenden, fast kreisrunden Blättern und den kleinen, blassrosa Blüten, deren Kronblätter vorne abgerundet und nicht eingekerbt sind. Diese bescheidene Art ist ein wertvoller ökologischer Baustein, da sie trockene Stellen im Garten besiedelt, an denen kaum etwas anderes wächst. Besonders die Gewöhnliche Dörnchensandbiene (Andrena dorsata) und die Feldweg-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum) fliegen die Blüten gezielt an. Da er ein Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) ist, gehört er fest zu unserer gewachsenen Kulturlandschaft. Du kannst mit dieser Pflanze wunderbar offene Bodenstellen in sonnigen Beeten schließen.
Zierlicher Lückenfüller: Fünf Monate Blütezeit für Sandbienen und Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Rundblättrige Storchschnabel eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen wie die Gewöhnliche Dörnchensandbiene (Andrena dorsata) und die Feldweg-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum). Auch Schmetterlinge profitieren: Der Kleine Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis) und der Große Kohlweißling (Pieris brassicae) besuchen die Blüten zur Nektaraufnahme. Da die Pflanze von April bis August blüht, bietet sie über einen langen Zeitraum eine verlässliche Grundversorgung. In der kalten Jahreszeit dienen die ausgereiften Samen zudem als Nahrung für heimische Singvögel, die in den trockenen Ständen nach Futter suchen.
Der Rundblättrige Storchschnabel ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du beim Umgang mit Kindern vorsichtig sein und den Verzehr vermeiden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Weichen Storchschnabel (Geranium molle), der jedoch tief eingekerbt Blütenblätter besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (normaler Boden) und kommt mit trockenem Untergrund bestens zurecht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Bewässerung: Nur in extremen Trockenperioden gießen; Staunässe unbedingt vermeiden.
Düngung: Eine Düngung ist in normaler Gartenerde nicht erforderlich, da die Art an karge Verhältnisse angepasst ist.
Vermehrung: Er versamt sich an geeigneten Stellen von selbst, was im Naturgarten sehr willkommen ist.
Pflege: Schneide verblühte Stängel erst im Spätwinter zurück, um Überwinterungsplätze für Insekten zu erhalten.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend in der Struktur.
Der Rundblättrige Storchschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) in der Ordnung der Storchschnabelartigen (Geraniales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt sonnige Ruderalstandorte (vom Menschen geprägte Ödflächen) sowie Mauern. Botanisch zeichnet er sich durch eine dichte Behaarung der Stängel aus, wobei die Haare oft kleine Drüsenköpfe besitzen. Mit seinem niedrigen Wuchs und der Anpassung an Trockenheit besetzt er ökologische Nischen auf mageren Böden.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →