
Galium boreale subsp. boreale
10
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
An den charakteristischen vier kreuzgegenständigen Blättern pro Quirl (Blattkreis) lässt sich das Nordische Labkraut sofort erkennen. Anders als viele seiner Verwandten wächst es straff aufrecht und bildet mit der Zeit dichte, weiße Blütenwolken, die einen zarten Duft verströmen. In deinem Garten leistest du mit dieser Pflanze einen echten Beitrag zum Artenschutz, da sie auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten steht. Besonders der imposante Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) profitiert von ihrem Vorkommen. Du wirst Freude daran haben, wie diese robuste Wildpflanze Struktur in deine Beete bringt.
Ein gefährdeter Blütenschatz und wichtige Kinderstube für den Weinschwärmer.
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Dieses Labkraut ist eine wertvolle Komponente für das ökologische Gleichgewicht in deinem Garten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist es eine wichtige Nahrungsquelle für die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) nutzt die Pflanze gezielt für seine Entwicklung. Auch die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) findet in den dichten Blütenständen einen optimalen Platz für die Jagd. Zudem dient sie dem Hellen Gelbhörnchen (Megaloceroea recticornis), einer Weichwanzenart, als Lebensraum. Da die Art auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) geführt wird, ist ihre Ansiedlung ein direkter Beitrag zum regionalen Artenschutz.
Bitte beachte, dass das Nordische Labkraut nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schweren Vergiftungserscheinungen bekannt sind, solltest du beim Gärtnern mit Kindern achtsam sein. Eine Verwechslung mit stark giftigen Pflanzen ist jedoch aufgrund der sehr spezifischen Blattquirle (Blattringe) kaum möglich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Wähle für das Nordische Labkraut einen Standort mit frischem bis feuchtem Boden, da es Trockenheit weniger gut verträgt.
Ein humoser, nährstoffreicher Untergrund an einem sonnigen bis halbschattigen Platz ist ideal für eine gesunde Entwicklung.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, fördert ein Verzicht auf mineralische Dünger ihr Wachstum.
Im zeitigen Frühjahr kannst du die abgestorbenen Triebe des Vorjahres bodennah abschneiden.
Die Vermehrung ist unkompliziert durch die Teilung des Wurzelstocks im Herbst möglich.
Achte darauf, dass der Boden im Sommer nicht vollständig austrocknet, um die Blühfreudigkeit zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide bevorzugen Standorte, die im Frühjahr gut mit Feuchtigkeit versorgt sind, und ergänzen sich wunderbar in der zeitlichen Abfolge der Blüte.
Das Nordische Labkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die in Mitteleuropa als indigen (einheimisch) gilt. Es besiedelt natürlicherweise wechselfeuchte Wiesen und lichte Wälder der Region. Ein markantes Merkmal sind die viernervigen Blätter, die immer zu viert in einem Ring um den Stängel angeordnet sind. Als Archäophyt (Pflanze, die bereits vor langer Zeit bei uns heimisch wurde) ist sie hervorragend an die hiesigen klimatischen Bedingungen angepasst und bildet Ausläufer aus.
1 Video zu Nordisches Labkraut

4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Alain de Maximy / Adobe Stock
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