Bild folgtKI-generierte IllustrationGagea lutea
Auch bekannt als: Gagea lutea, Wald-Gelbstern, Gelber Gelbstern, Gewöhnlicher Gelbstern
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Der Wald-Goldstern (Gagea lutea) besticht durch seine leuchtend gelben, sternförmigen Blüten, die oft in kleinen Dolden über einem einzigen, breiten Blatt stehen. Er gehört zu den ersten Farbtupfern im Garten und bietet eine lebensnotwendige frühe Nahrungsquelle. Besonders die Honigbiene (Apis mellifera) steuert die Blüten gerne an, um nach der Winterruhe erste Energie zu sammeln. Wenn du einen schattigen Platz unter Hecken oder Bäumen hast, ist dieser Frühlingsbote genau die richtige Wahl für dich. Er ist ein Indigen (eine bei uns ursprünglich einheimische Art), der wenig Pflege benötigt und sich harmonisch in die Natur einfügt.
Leuchtender Frühlingsstern: Die erste wichtige Tankstelle für deine Honigbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten spielt der Wald-Goldstern eine wichtige Rolle für die Honigbiene (Apis mellifera), die ihn als eine der ersten Quellen für Nektar und Pollen nutzt. Er zählt zu den Archäophyten (Pflanzen, die bereits vor langer Zeit bei uns heimisch wurden) und ist perfekt an das hiesige Klima angepasst. Durch seine frühe Blütezeit im April und Mai schließt er eine kritische Versorgungslücke im Vorfrühling. Da er eine enge Bindung zu Bodenpilzen pflegt, unterstützt er zudem ein gesundes Mikroklima im Gartenboden. Samenreife und Verteilung erfolgen oft durch Ameisen, was die Artenvielfalt am Boden fördert.
Der Wald-Goldstern ist nicht kindersicher. Als Mitglied der Liliengewächse (Liliaceae) enthält die gesamte Pflanze Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Da die Pflanze jedoch sehr klein ist und keine lockenden Früchte trägt, ist das Risiko im Alltag gering. Eine Verwechslung mit giftigen Frühblühern wie dem Gelben Windröschen ist durch die typischen sechs spitzen Blütenblätter der Goldsterne leicht zu vermeiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Standort: Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz, idealerweise unter sommergrünen Gehölzen.
Boden: Die Erde sollte humos, nährstoffreich und im Frühjahr gleichmäßig feucht sein.
Pflanzzeit: Setze die Zwiebeln im Herbst von September bis November in den Boden, solange dieser offen ist.
Pflanztiefe: Die Zwiebeln werden etwa doppelt so tief gesetzt, wie sie groß sind.
Pflege: Lass das Blatt nach der Blüte unbedingt natürlich verwelken, damit die Kraft in die Zwiebel zurückfließen kann.
Vermehrung: Er bildet Brutzwiebeln und neigt dazu, über Jahre hinweg kleine, dichte Bestände zu bilden.
Mykorrhiza: Die Art lebt mit AM (Arbuskulären Mykorrhizapilzen – nützliche Bodenpilze) in Symbiose, verzichte daher auf chemischen Dünger.
Kombination: Ein idealer Partner ist das Buschwindröschen (Anemone nemorosa), da beide ähnliche Lebensräume teilen und zeitgleich blühen.
Der Wald-Goldstern gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und zur Ordnung der Lilienartigen (Liliales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise nährstoffreiche Laubwälder sowie schattige Wiesen. Ein markantes Merkmal ist das einzelne, grundständige Blatt, das am oberen Ende kapuzenförmig zusammengezogen ist. Die Pflanze überdauert das Jahr als kleine Zwiebel im Boden und nutzt die kurze Lichtphase im Frühjahr vor dem Laubaustrieb der Bäume.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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