Bild folgtKI-generierte IllustrationFragaria viridis
Auch bekannt als: Hügelerdbeere, Knackelbeere, Hügel-Erdbeere
31
Arten
interagieren
119
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Knack-Erdbeere (Fragaria viridis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre Kelchblätter umschließen die reife Frucht so fest, dass sie beim Pflücken mit einem hörbaren Knacken abreißt. Im Naturgarten ist diese Wildart besonders wertvoll, da sie spezialisierten Insekten wie der Fingerkraut-Zwergsandbiene (Andrena nanula) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Durch ihre Ausläufer bildet sie mit der Zeit dichte, niedrige Teppiche auf trockenen Flächen. Wenn Du einen sonnigen, eher mageren Platz im Garten hast, ist diese robuste Wildstaude genau die richtige Wahl für Dich. So bringst Du ein Stück echte Wildnis direkt an Deine Terrassenkante.
Die knackige Wilderdbeere: Ein Mai-Festmahl für fünf seltene Wildbienenarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Knack-Erdbeere im Wonnemonat Mai eine zentrale Anlaufstelle für Wildbienen. Besonders die Rotbäuchige Wespenbiene (Nomada errans) und die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) nutzen das Nektarangebot. Auch die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum villosulum) sind regelmäßig an den weißen Blüten zu beobachten. Während die Früchte für uns Menschen eine Kostprobe bieten, dienen die winzigen Nüsschen auf der Fruchthaut verschiedenen Kleinvögeln als energiereiche Nahrung. Da sie im Mai blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Frühjahrs.
Die Pflanze wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an der Verwechslungsgefahr mit der Indischen Scheinerdbeere (Potentilla indica), deren Früchte zwar ähnlich aussehen, aber ungenießbar sind und zu Unwohlsein führen können. Die echte Knack-Erdbeere erkennst Du sicher an ihren weißen Blüten – im Gegensatz zu den gelben Blüten der Scheinerdbeere.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen, warmen Platz in Deinem Garten.
Boden: Die Erde sollte kalkhaltig und eher nährstoffarm sein. Ein humoser, aber gut durchlässiger Boden ist ideal.
Feuchtigkeit: Die Pflanze verträgt Trockenheit sehr gut, reagiert aber empfindlich auf Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Pflanzzeit: Setze die Erdbeeren am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Lass die Rosetten im Winter stehen, um den Boden zu schützen.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich selbstständig über Ausläufer (kriechende Seitensprosse).
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum).
Begründung: Beide Arten kommen in der Natur gemeinsam auf Magerrasen vor und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend durch ihre ähnlichen Ansprüche an Sonne und Boden.
Die Knack-Erdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Waldränder. Morphologisch unterscheidet sie sich von der Wald-Erdbeere durch ihre eher matte, fein behaarte Blattoberseite und die Kelchblätter, die nach der Blüte eng an der Frucht anliegen. Als Indigen (einheimische Art) ist sie perfekt an unser Klima angepasst und gilt in ihrem Bestand derzeit als gesichert.
1 Video zu Knack-Erdbeere

28 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →