Bild folgtKI-generierte IllustrationLolium pratense
Auch bekannt als: Lolium pratense
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren glänzenden Blattunterseiten und den lockeren Blütenrispen lässt sich die Wiesenschwingel (Lolium pratense) sofort erkennen. In deinem Naturgarten spielt sie eine tragende Rolle als ökologische Kinderstube für Schmetterlinge. Besonders die Raupen des Braunauges (Lasiommata maera) und des Kleinen Heufalters (Coenonympha pamphilus) sind auf Gräser wie dieses angewiesen. Wenn du eine lebendige Blumenwiese statt eines sterilen Rasens pflegen möchtest, ist dieses Gras eine wertvolle Bereicherung. Du schaffst damit einen echten Lebensraum für spezialisierte Falterarten in deiner Nachbarschaft.
Die Kinderstube für Falter: Unverzichtbares Futtergras für Braunauge und Heufalter.
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Nach aktuellen ökologischen Beobachtungen ist dieses Gras eine essenzielle Futterpflanze für die Raupen verschiedener Edelfalter. Besonders das Braunauge (Lasiommata maera) und der Kleine Heufalter (Coenonympha pamphilus) nutzen die Blätter als Lebensgrundlage. Während viele Gräser im Garten oft übersehen werden, bietet die Wiesenschwingel Schutz und Nahrung für die nächste Generation dieser Falter. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem als natürliche Futterquelle für heimische Vögel. Auch als Strukturelement ist sie wichtig, da sie ein günstiges Mikroklima (kleinräumiges Klima in Bodennähe) für bodenbewohnende Insekten schafft.
Licht
—
Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jun – Jul
Wuchsform
Gras
Wähle für die Wiesenschwingel einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte frisch bis feucht sein (Ellenberg Feuchte 6), was einer normalen, nicht zu Staunässe neigenden Gartenerde entspricht.
Da die Pflanze nährstoffreiche Standorte bevorzugt, ist ein humoser Boden ideal.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, das Gras nicht zu häufig zu mähen, damit die Raupen der Schmetterlinge ihre Entwicklung abschließen können.
Eine Mahd im Spätsommer fördert die Standfestigkeit und den Neuaustrieb.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Aussaat oder die Teilung der Horste im Frühjahr.
Als Begleitpflanze empfehle ich den Rotklee (Trifolium pratense).
Diese Kombination ist ökologisch wertvoll, da der Klee Stickstoff im Boden bindet, den die Wiesenschwingel für ein kräftiges Wachstum benötigt.
Die Wiesenschwingel gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in ganz Mitteleuropa, insbesondere in Österreich, heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind frische Fettwiesen (nährstoffreiche, feuchte Wiesen) und Weiden. Sie wächst ausdauernd in dichten Horsten (büschelartiger Wuchs) und erreicht Wuchshöhen von bis zu einem Meter. Typisch für diese Art sind die kahlen, glatten Halme und eine oft rötliche Färbung der untersten Blattscheiden direkt über dem Boden.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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