Bild folgtKI-generierte IllustrationFallopia convolvulus
Auch bekannt als: Polygonum convolvulus
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Acker-Flügelknöterich (Fallopia convolvulus) durch seine herz-pfeilförmigen Blätter und den windenden Wuchs, mit dem er sich geschickt an benachbarten Halmen emporrankt. In deinem Naturgarten ist er wertvoll, da er als Raupenfutterpflanze für die Gemüseeule (Lacanobia oleracea) dient und Vögeln wie dem Grünfink (Chloris chloris) nahrhafte Samen bietet. Er gehört zu den heimischen Wildpflanzen, die oft übersehen werden, aber für das ökologische Gleichgewicht eine wichtige Rolle spielen. Wenn du ihn an einem Zaun oder einer Kletterhilfe gewähren lässt, förderst du gezielt spezialisierte Insekten und Vögel. Du machst also alles richtig, wenn du diesem Kletterkünstler ein Plätzchen einräumst.
Heimischer Kletterkünstler und wichtige Futterstation für die Gemüseeule.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Acker-Flügelknöterich eine unentbehrliche Raupenfutterpflanze für die Gemüseeule (Lacanobia oleracea). Seine Samen, die nach der Blüte von Juni bis August reifen, sind eine begehrte Energiequelle für Vögel wie die Schneeammer (Plectrophenax nivalis), den Grünfink (Chloris chloris) und die Saatkrähe (Corvus frugilegus). Am Boden lebende Nützlinge wie der Gemeine Grabläufer (Pterostichus melanarius) und der Kupferfarbene Feldlaufkäfer (Poecilus cupreus) finden im dichten Blattwerk Schutz und Jagdgründe. So unterstützt die Pflanze sowohl die oberirdische Fauna als auch die für den Garten wichtigen Bodenlaufkäfer.
Der Acker-Flügelknöterich ist als nicht kindersicher eingestuft; ein Verzehr von Pflanzenteilen sollte daher vermieden werden. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit der Echten Zaunwinde (Convolvulus arvensis), deren Blüten jedoch deutlich größer und trichterförmig weiß oder rosa sind, während die Blüten des Knöterichs sehr klein und grünlich bleiben.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.66 m
Suche einen sonnigen Platz in deinem Garten aus, damit sich die Pflanze optimal entwickeln kann.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, um den Wasserbedarf der krautigen Triebe zu decken.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt er mit normaler, durchschnittlich versorgter Gartenerde bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze klettert, freut sie sich über eine einfache Rankhilfe oder einen Zaun.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die nach der Blüte reifenden Samen.
Zusätzliche Düngergaben sind in der Regel nicht erforderlich.
Gieße nur bei extremer Trockenheit, da der Acker-Flügelknöterich recht robust ist.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) – beide teilen den Lebensraum sonniger Standorte und ergänzen sich hervorragend in der natürlichen Ackerbegleitflora.
Der Acker-Flügelknöterich (Fallopia convolvulus) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird als indigen oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 ohne menschliches Zutun oder durch frühen Ackerbau einwanderte) eingestuft. Er wächst als einjährige, krautige Kletterpflanze und besiedelt bevorzugt sonnige Standorte. Typisch sind die unscheinbaren, grünlich-weißen Blüten, die von Juni bis August in den Blattachseln erscheinen. Trotz seiner weiten Verbreitung gilt er laut Roter Liste als ungefährdet und ist ein typischer Vertreter der Ackerbegleitflora.
3 Videos zu Acker-Flügelknöterich



18 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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