Bild folgtKI-generierte IllustrationEpilobium palustre
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An ihren schmalen, fast schnurartigen Blättern und den zierlichen, blassrosafarbenen Blüten lässt sich das Sumpf-Weidenröschen (Epilobium palustre) sofort erkennen. Diese Art ist ein spezialisierter Bewohner feuchter und nährstoffarmer Standorte, die in unserer heutigen Landschaft immer seltener werden. Da die Pflanze auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der regionalen Artenvielfalt. Sie bereichert vor allem schlammige Uferzonen oder dauerfeuchte Senken in deinem Garten, wo sie kaum Konkurrenz durch starkwüchsige Pflanzen befürchten muss. Wenn du einen Teichrand oder eine Sumpfzone ökologisch aufwerten möchtest, ist dieser heimische Gast eine ideale Wahl für dich.
Zierlicher Rote-Liste-Gast: Schütze bedrohte Vielfalt in deiner Sumpfzone.
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Als einheimische Wildpflanze ist das Sumpf-Weidenröschen ein fester Bestandteil unserer Feuchtökosysteme. Da es auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) steht, ist sein Erhalt im Garten besonders wertvoll für die Sicherung des regionalen Genpools. Die Pflanze bietet in ihren speziellen Lebensräumen wichtige Strukturen für die lokale Fauna. Die feinen Samen sind ein natürlicher Teil des Nahrungsangebots in Feuchtbiotopen und werden im Winter oft von Kleinvögeln aufgesucht. Durch das Stehenlassen der Stängel über den Winter bietest du zudem wertvolle Überwinterungsplätze für kleine Lebewesen im Schilfgürtel oder am Teichrand.
Bitte beachte, dass das Sumpf-Weidenröschen als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, sollte die Pflanze nicht verzehrt werden und außerhalb der Reichweite von Kleinkindern stehen. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der sehr schmalen, fast linearen Blätter für aufmerksame Gärtner nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze kräftig gedeiht.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte dauerhaft feucht oder nass sein; ideal ist die Sumpfzone deines Gartenteichs.
Bodenbeschaffenheit: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie mageren Boden ohne Düngergaben.
Pflanzzeit: Setze das Weidenröschen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht, solange die Wasserversorgung stimmt; ein Rückschnitt ist im Herbst nicht zwingend erforderlich.
Vermehrung: Sie bildet im Herbst kurze Ausläufer mit Knospen, über die sie am Standort ausdauert.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – beide teilen die Vorliebe für nasse, nährstoffarme Bedingungen und ergänzen sich optisch hervorragend am Wasserlauf.
Das Sumpf-Weidenröschen gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind Flachmoore (nährstoffarme Moore), Quellfluren (Bereiche um Wasseraustritte) und nasse Gräben. Die mehrjährige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 50 Zentimetern und zeichnet sich durch einen runden Stängel ohne erhabene Linien aus. Im Gegensatz zu vielen Verwandten sind ihre Blattränder oft leicht nach unten gerollt.
3 Videos zu Sumpf-Weidenröschen



2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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