Bild folgtKI-generierte IllustrationDactylorhiza majalis subsp. majalis
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Arten
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Wer das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis subsp. majalis) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die markanten, dunkel gefleckten Blätter und die dichten, purpurroten Blütenähren sind unverwechselbar. Diese heimische Orchidee ist ein Juwel für feuchte Gartenbereiche und zeigt an, dass Ihr Boden ökologisch wertvoll ist. In der Natur schwinden ihre Lebensräume, weshalb sie im Garten eine wichtige Refugium-Funktion übernimmt. Besonders Pelzbienen wie die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) und Schmetterlinge wie der Heufalter (Coenonympha pamphilus) profitieren von ihr. Holen Sie sich mit dieser Art ein Stück echte Wildnis in Ihren Garten.
Majestätische Wildorchidee: Purpurner Blickfang für feuchte Gartenstellen.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist diese Orchidee eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) und die Dünen-Pelzbiene (Anthophora bimaculata). Auch Tagfalter wie der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne), der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) und der Heufalter (Coenonympha pamphilus) suchen die Blüten auf. Durch ihre Abhängigkeit von Bodenpilzen fördert sie zudem eine komplexe und gesunde Bodenbiologie in Ihrem Garten.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte nicht verzehrt werden. Es besteht im Garten kaum Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, doch aufgrund ihres Schutzstatus und ihrer Inhaltsstoffe ist sie ausschließlich als Zierpflanze zu betrachten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Wählen Sie einen vollsonnigen Standort, der dauerhaft feucht bis nass ist.
Der Boden muss nährstoffarm sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (kommt mit wenig Nährstoffen aus) ist.
Ideal ist die Platzierung am Teichrand oder in einer Sumpfzone.
Pflanzen Sie die Orchidee im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden nicht gefroren ist.
Achten Sie darauf, den Boden niemals zu düngen, da dies die lebensnotwendige Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) zerstört.
Ein Rückschnitt sollte erst erfolgen, wenn die Samen im Spätsommer ausgefallen sind.
Vermeiden Sie stehendes Wasser über der Knolle im tiefsten Winter, eine gute Drainage im Untergrund ist trotz Feuchte wichtig.
Gute Partnerin: Die Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, magere Wiesen und blühen zeitweise gemeinsam.
Das Breitblättrige Knabenkraut gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae). In Deutschland ist es eine der Charakterarten feuchter Magerwiesen und Niedermoore. Morphologisch zeichnet es sich durch einen hohlen Stängel und meist drei bis sechs markant gefleckte Laubblätter aus. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet, reagiert aber empfindlich auf Entwässerung und Überdüngung ihrer Standorte.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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