Bild folgtKI-generierte IllustrationCrambe maritima
Auch bekannt als: Strandkohl, Gewöhnlicher Meerkohl, chou marin, Seekohl, Weisser Meerkohl
10
Arten
interagieren
15
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Echten Meerkohl (Crambe maritima) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze beeindruckt durch ihre großen, fleischigen und blaugrün bereiften Blätter mit den charakteristisch gewellten Rändern. Mit ihren wolkenartigen, weißen Blütenständen, die einen intensiven Honigduft verströmen, ist sie ein echtes Highlight für Deinen Garten. Für Bestäuber wie den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) oder die Honigbiene ist sie eine wichtige Anlaufstelle. Da die Art in Regionen wie Österreich bereits als gefährdet gilt, holst Du Dir mit ihr ein echtes Stück schützenswerte Natur direkt vor die Haustür. Gib ihr einen sonnigen Platz, und sie wird zum dauerhaften Begleiter.
Gefährdete Küstenschönheit: Ein honigsüßer Magnet für Falter und Bienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Meerkohl eine wertvolle Ressource für verschiedene Insekten. Besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt die Pflanze intensiv. Auch die Honigbiene ist ein häufiger Gast an den nektarreichen Blüten. Neben Fluginsekten profitiert der Rapsglanzkäfer (Brassicogethes aeneus), der sich vom Pollen ernährt. Da die Art in Österreich auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, trägt jede Ansiedlung im Garten aktiv zum Erhalt der regionalen Biodiversität bei. Die Mykorrhiza-Bindung (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) fördert zudem ein gesundes Mikroklima im Boden.
Der Echte Meerkohl ist laut vorliegenden Daten nicht als kindersicher eingestuft. Auch wenn er keine bekannten starken Gifte enthält, solltest Du in Gärten mit kleinen Kindern vorsichtig sein. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht aufgrund der einzigartigen, kohlartigen und fleischigen Blätter in der Regel nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.42 m
Standort: Wähle unbedingt einen Platz in der vollen Sonne, damit sich die Pflanze prächtig entwickelt.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen sehr fetten, nährstoffreichen Untergrund.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte 'frisch' sein, was in der Gärtnersprache einen mäßig feuchten Boden ohne Staunässe bedeutet.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da er viele Nährstoffe zieht, empfiehlt sich im Frühjahr eine Gabe von reifem Kompost.
Vermehrung: Er ist langlebig und kann über Wurzelschnittlinge oder Aussaat vermehrt werden.
Kombinationsempfehlung: Eine passende Partnerin ist die Echte Strandgrasnelke (Armeria maritima). Beide Arten sind an küstennahe Standorte angepasst und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchshöhen und Blattstrukturen hervorragend.
Der Echte Meerkohl (Crambe maritima) ist ein Vertreter der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Er ist ein Indigen (eine einheimische Pflanzenart) beziehungsweise ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und in Ländern wie dem Vereinigten Königreich und Österreich verbreitet. In der Natur besiedelt er vor allem sonnige Standorte mit nährstoffreichen Böden. Auffällig ist seine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilzen), die ihm helfen, Nährstoffe besser aufzunehmen, was ihn besonders widerstandsfähig macht.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →