Bild folgtKI-generierte IllustrationCicuta virosa
Auch bekannt als: ciguë vireuse, Wüterich, Wasserschierling
10
Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Gift-Wasserschierling durch seine filigranen, weißen Blütendolden und den kräftigen, aufrechten Wuchs auf. Diese heimische Sumpfpflanze ist ein hochspezialisierter Lebensraum und steht bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Besonders der prachtvolle Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt die Pflanze gern, aber auch die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) profitiert von dem Angebot. Wenn du einen Teich oder eine dauerfeuchte Senke im Garten hast, kannst du mit dieser Art einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten. Da die Pflanze jedoch hochgiftig ist, solltest du sie nur wählen, wenn keine kleinen Kinder in deinem Garten spielen.
Seltener Naturschatz: Die exklusive Kinderstube für den Schwalbenschwanz.
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Nach aktuellen Beobachtungen ist der Gift-Wasserschierling ein wichtiger Anlaufpunkt für spezialisierte Insekten. Er dient als Nahrungspflanze für die Raupen des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon). In der Blütezeit besuchen die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und die Waldwespe (Dolichovespula sylvestris) die Dolden, um Energie zu tanken. Auch Nützlinge wie der Veränderliche Marienkäfer (Hippodamia variegata) finden sich hier ein. Da die Art auf der Vorwarnliste steht, ist ihre Ansiedlung im Garten ein aktiver Beitrag zur Erhaltung der regionalen Biodiversität (biologische Vielfalt).
Achtung: Der Gift-Wasserschierling ist in allen Teilen hochgiftig und nicht kindersicher. Er enthält Cicutoxin, das bereits in kleinen Mengen lebensgefährlich ist. Eine Verwechslungsgefahr besteht für Laien mit dem essbaren Giersch (Aegopodium podagraria), wobei der Wasserschierling durch seinen Standort im Wasser und den gekammerten Wurzelstock unterscheidbar ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.88 m
Wähle einen Standort in voller Sonne, damit die Pflanze kräftig gedeihen kann.
Der Boden muss dauerhaft feucht oder nass sein; ideal ist die Flachwasserzone des Gartenteichs.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen, humosen Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Wurzelballen guten Bodenkontakt hat.
Da die Pflanze im Winter einzieht, kannst du die vertrockneten Stängel bis zum Frühjahr stehen lassen.
Trage beim Hantieren mit der Pflanze zur Sicherheit Handschuhe.
Die Vermehrung erfolgt meist durch Aussaat im Herbst direkt an den Teichrand.
Gute Partnerin: Das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – beide teilen die Liebe zu nassen Füßen und ergänzen sich optisch hervorragend durch den Kontrast von Weiß und Blau.
Der Gift-Wasserschierling (Cicuta virosa) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Mitteleuropa indigen (ursprünglich heimisch). Er besiedelt bevorzugt sonnige Standorte direkt am Wasser, in Mooren oder auf nassen Wiesen. Ein markantes Merkmal ist der rübenartig verdickte Wurzelstock, der im Inneren hohl und durch Querwände gekammert ist. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Art aufgrund schwindender Lebensräume gefährdet und wird auf der Vorwarnliste (V) geführt.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →