Bild folgtKI-generierte IllustrationChionomys nivalis (Martins, 1842)
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Die Schneemaus (Chionomys nivalis) erkennst du an ihrem dichten, hellgrauen Fell, den auffällig langen Tasthaaren (Vibrissen) und einem Schwanz, der fast so lang wie ihr Körper ist. Dieser flinke Nager bewohnt bevorzugt felsiges Gelände und kommt in Gärten meist nur in höheren Gebirgslagen vor. Dort nutzt sie Spalten in Trockenmauern oder Hohlräume unter Steinen als sicheren Rückzugsort. In deinem Garten ist sie ein reiner Pflanzenfresser, der sich unter anderem von Borstgras und dem Alpen-Rispengras ernährt. Auch der gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum officinale agg.) steht auf ihrem Speiseplan. Anders als viele andere Säugetiere hält sie keinen Winterschlaf (lang anhaltender Ruhezustand mit stark abgesenkter Körpertemperatur), sondern bleibt das ganze Jahr über aktiv. Im Winter bewegt sie sich oft in Gängen unter der schützenden Schneedecke. Falls du diesen seltenen Gast unterstützen möchtest, sind naturbelassene Steinhaufen oder Mauern ohne Mörtel ideale Lebensräume. Durch den Verzicht auf Biozide (chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung) schützt du ihre natürlichen Nahrungsquellen. Ein zu aufgeräumter Garten ist für dieses Tier weniger attraktiv als wilde, steinige Ecken.
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Die Schneemaus ist ein wildlebendes Säugetier und sollte nicht eingefangen oder eigenmächtig umgesiedelt werden. Sie ist völlig ungiftig und verhält sich gegenüber Menschen scheu. Da sie hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellt, ist ein respektvoller Abstand die beste Unterstützung.
Die Schneemaus (Chionomys nivalis) gehört zur Familie der Wühlmäuse (Cricetidae) und ist in den Hochgebirgen Europas, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz, heimisch. Mit einer Körperlänge von bis zu 14 Zentimetern ist sie eine der größeren Vertreterinnen ihrer Gruppe. Sie lebt vorwiegend in alpinen Lagen, besiedelt aber auch tiefer gelegene Blockhalden (Ansammlungen großer Gesteinsbrocken). Als spezialisierter Gebirgsbewohner ist sie hervorragend an kühle Temperaturen angepasst.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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