Bild folgtKI-generierte IllustrationCerastium glomeratum
Auch bekannt als: Knäuelblütiges Hornkraut, Knäueliges Hornkraut, Geknäueltes Hornkraut
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Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Knäuel-Hornkraut (Cerastium glomeratum) an seinen kleinen, weißen Blüten, die in dichten, namensgebenden Knäueln an den Triebspitzen sitzen, und an der starken Behaarung der gesamten Pflanze. Es ist ein wichtiger Bestandteil der heimischen Flora, da es bereits ab März Nahrung bietet. Besonders die Verkannte Goldfurchenbiene (Halictus confusus) und die Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena labialis) fliegen die Blüten gezielt an. Für die Raupen der Kupfer-Eule (Panemeria tenebrata) ist es eine lebensnotwendige Futterquelle. Wenn du dieses Kraut in deinen Beeten entdeckst, darfst du dich freuen, denn es füllt ökologische Nischen auf ganz natürliche Weise.
Überlebenswichtige Kinderstube für die Kupfer-Eule und frühe Bienenweide.
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Das Knäuel-Hornkraut ist eine wertvolle Futterquelle für verschiedene Bestäuber. Nach aktuellen Bestäubungsdaten nutzen Honigbienen (Apis mellifera) und spezialisierte Wildbienen wie die Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena labialis) die Blüten. Auch der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) ist ein regelmäßiger Gast. Eine besondere Bedeutung hat die Pflanze als Raupenfutter für die Kupfer-Eule (Panemeria tenebrata), die auf Hornkräuter angewiesen ist. In den Wintermonaten dienen die Samen als Nahrung für kleine Singvögel, weshalb es sinnvoll ist, die vertrockneten Stängel über den Winter stehen zu lassen.
Das Knäuel-Hornkraut wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Zwar ist es nicht hochgiftig, aber die drüsige Behaarung kann bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen und die Pflanze ist nicht für den Verzehr geeignet. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit anderen Hornkraut-Arten, die jedoch ökologisch ähnlich wertvoll sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Standort: Das Knäuel-Hornkraut benötigt einen vollsonnigen Platz im Garten.
Boden: Es kommt mit normalem Gartenboden gut zurecht, der weder zu trocken noch staunass sein sollte (frisch).
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt es keinen zusätzlichen Dünger.
Pflanzzeit: Du kannst es im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und muss nicht zurückgeschnitten werden.
Vermehrung: Es sorgt durch Selbstaussaat an offenen Bodenstellen meist selbst für seinen Fortbestand.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist das Gänseblümchen (Bellis perennis).
Ökologischer Nutzen der Kombination: Beide Arten teilen sich den Standort im Rasen oder am Beetrand und ergänzen sich wunderbar in ihrer frühen Blütezeit als erste Anlaufstelle für erwachende Insekten.
Das Knäuel-Hornkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) weit verbreitet und besiedelt bevorzugt offene Stellen auf Wiesen oder Äckern. Ein typisches Merkmal sind die drüsigen Haare an Stängeln und Blättern, die sich oft etwas klebrig anfühlen. Es wächst meist ein- bis zweijährig und bildet kleine, kompakte Bestände an sonnigen Standorten.
9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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