Bild folgtKI-generierte IllustrationBrachypodium sylvaticum
Auch bekannt als: Wald-Fiederzwenke
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum) an ihren bogig überhängenden, zart behaarten Blättern und den charakteristisch nickenden Blütenständen. Im Garten ist sie ein stiller Held für die Artenvielfalt, da sie als unverzichtbare Kinderstube für zahlreiche Falter dient. Besonders die Raupen des Braunen Waldvogels (Aphantopus hyperantus) und des Laubfalters (Pararge aegeria) sind auf dieses Gras angewiesen. Mit ihrer Vorliebe für schattige Plätze schließt sie ökologische Lücken unter Gehölzen. Wenn du einen naturnahen Schattenplatz gestalten möchtest, kommst du an diesem heimischen Süßgras kaum vorbei.
Schattenstar und Kinderstube für den Braunen Waldvogel und acht weitere Falter.
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Die Wald-Zwenke ist eine fundamentale Raupenfutterpflanze für eine Vielzahl heimischer Schmetterlinge. Nach aktuellen biologischen Daten profitieren davon unter anderem der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) und der Laubfalter (Pararge aegeria). Auch für Nachtfalter wie die Weißstirn-Graseule (Mythimna albipuncta), die Gelbliche Zwergeule (Herminia tarsicrinalis) und das Helle Gelbhörnchen (Zabracca punctulata) ist sie lebensnotwendig. Sogar spezialisierte Arten wie der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) und der Trinker (Euthrix potatoria) nutzen das Gras als Nahrungsquelle für ihren Nachwuchs. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Halme zudem Schutz und die Samen Nahrung für Vögel.
Obwohl die Wald-Zwenke ungiftig ist, wird sie als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den sehr rauen Blatträndern und den Grannen (borstenartige Fortsätze an den Ähren), die an empfindlicher Haut kleine Schnitte oder Reizungen verursachen können. Eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen ist bei genauer Betrachtung der grasartigen Wuchsform nahezu ausgeschlossen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.66 m
Standort: Bevorzugt schattige Lagen, wie sie unter Bäumen oder an Nordwänden vorkommen.
Boden: Gedeiht am besten in frischem, also mäßig feuchtem Boden, der weder zu Staunässe noch zu extremer Trockenheit neigt.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Hunger) reicht ihr normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben völlig aus.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Setzen ist das zeitige Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst ab September bis Ende November.
Pflege: Das Gras ist sehr pflegeleicht; schneide es erst im späten Winter zurück, um Insekten einen Überwinterungsplatz zu lassen.
Vermehrung: Ältere Bestände kannst du im Frühjahr durch Teilung des Wurzelstocks verjüngen.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist die Wald-Segge (Carex sylvatica). Beide teilen denselben Lebensraum im Wald und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen im Schattengarten.
Die Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind krautreiche Laub- und Nadelmischwälder, in denen sie oft dichte Horste bildet. Botanisch zeichnet sie sich durch kurz gestielte Ährchen (Teilblütenstände) aus, die an einer unverzweigten Achse sitzen. Die Pflanze gilt als indigen (einheimisch) und ist aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit auf der Roten Liste als ungefährdet eingestuft.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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