Bild folgtKI-generierte IllustrationAster bellidiastrum
Auch bekannt als: Aster bellidiastrum
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Arten
interagieren
61
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Das Alpenmaßlieb (Aster bellidiastrum) erinnert mit seinen weißen Zungenblüten und dem gelben Körbchen im Zentrum an ein besonders kräftiges, langstieliges Gänseblümchen. Als Biologe schätze ich diese Staude sehr, da sie bereits ab März den Garten bereichert und eine extrem lange Blütezeit bis in den Herbst hinein hat. Für Scheckenfalter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) ist sie eine verlässliche Futterquelle in einer Zeit, in der das Angebot oft noch knapp ist. Sie bringt die robuste Eleganz der Alpen direkt in deine Beete. Wenn du einen kalkhaltigen Platz hast, ist sie die ideale Wahl für dich.
Alpine Ausdauer: Blühende Eleganz von März bis September für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Alpenmaßlieb ein wichtiger Nektarspender für eine Reihe spezialisierter Schmetterlinge. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter profitiert, darunter Arten wie der Grisons-Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Auch seltenere Gäste wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) oder der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) fliegen die Blüten an. Die lange Blühphase von März bis September macht sie zu einer stabilen Säule im ökologischen Gefüge deines Gartens. Im Winter bieten die vertrockneten Samenstände kleinen Vögeln Nahrung und Insekten einen geschützten Platz zum Überdauern.
Achtung: Das Alpenmaßlieb wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn es keine hochgiftige Art ist, sollten Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Aufgrund der Ähnlichkeit besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem gewöhnlichen Gänseblümchen, das jedoch deutlich kleiner bleibt und beblätterte Stängelansätze hat.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Suche einen Standort in der Sonne oder im lichten Halbschatten.
Der Boden sollte kalkhaltig und gleichmäßig feucht sein, aber ohne dass Staunässe entsteht.
Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange kein Frost herrscht.
Da die Pflanze Mykorrhiza-Partner (Wurzelpilze) für die Nährstoffaufnahme nutzt, solltest du auf mineralischen Dünger verzichten.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann eine Nachblüte fördern, ist aber kein Muss.
Die Vermehrung gelingt dir am einfachsten durch das Teilen der Rosetten im zeitigen Frühjahr.
In trockenen Sommern freut sich die Pflanze über regelmäßige Wassergaben, da sie ursprünglich aus feuchteren Bergregionen stammt.
Gute Partnerin: Das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) – beide Arten teilen die Vorliebe für kalkreichen Untergrund und ergänzen sich optisch hervorragend im naturnahen Alpinum.
Das Alpenmaßlieb gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Es ist in den Alpen und im Alpenvorland Deutschlands sowie in der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch). Man findet es dort bevorzugt in kalkreichen Quellfluren oder auf Magerrasen (nährstoffarme Wiesen). Morphologisch auffällig ist die grundständige Blattrosette, aus welcher der blattlose Blütenstängel emporwächst. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, auch auf kargen Böden genügend Nährstoffe aufzunehmen.
24 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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