Bild folgtKI-generierte IllustrationArmeria maritima
Auch bekannt als: Gemeine Grasnelke, Sand-Grasnelke, Strand-Grasnelke
24
Arten
interagieren
50
Interaktionen
dokumentiert
6
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren polsterartigen Blattrosetten und den kugeligen, meist rosafarbenen Blütenköpfen fällt die Gewöhnliche Grasnelke (Armeria maritima) sofort auf. In deinem Garten ist sie weit mehr als nur ein hübscher Blickfang: Sie dient als lebenswichtige Kinderstube für die Raupen seltener Nachtfalter wie dem Kleinen Wollspinner (Lasiocampa trifolii) oder der Gelben Eule (Antitype chi). Da sie in Deutschland auf der Vorwarnliste (Arten, deren Bestände merklich zurückgegangen sind) der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Anpflanzung einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Du wirst sehen, wie dieser robuste Überlebenskünstler dein grünes Reich bereichert.
Blütenwunder bis in den November: Ein sicherer Hafen für seltene Nachtfalter.
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Diese Art ist eine ökologische Schlüsselpflanze, da sie über einen extrem langen Zeitraum von Mai bis November Nahrung bietet. Besonders bedeutsam ist sie als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falterarten. Hierzu gehören die Graubraune Erdeule (Agrotis trux), der Wolfsmilch-Ringelspinner (Malacosoma castrensis) und die Gelbe Eule (Antitype chi). Auch die Raupen des Hornklee-Glasflüglers (Polymixis xanthomista) und der Steinspanner-Art (Charissa obscurata) sind auf sie angewiesen. Für Bestäuber ist sie durch die späten Blüten im Oktober und November eine der letzten verlässlichen Energiequellen vor dem Winter.
Die Gewöhnliche Grasnelke wird laut vorliegenden Daten als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie keine hochgiftigen Inhaltsstoffe wie andere Gartenpflanzen besitzt, solltest du darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht aufgrund der markanten Kugelblüten kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Nov
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.16 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und bevorzugt magere, durchlässige Böden.
Feuchtigkeit: Sie benötigt frische Bedingungen, was im Garten einer mäßigen, gleichmäßigen Feuchte entspricht, ohne Staunässe zu bilden.
Pflanzzeit: Setze die Grasnelke am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Dünger ist nicht notwendig und schadet der Standfestigkeit eher. Nach der ersten Blüte im Juni kannst du Verblühtes entfernen, um die Nachblüte bis in den November hinein zu fördern.
Vermehrung: Eine Teilung der Polster ist im Frühjahr problemlos möglich.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Heidenelke (Dianthus deltoides). Beide Arten teilen sich den ökologischen Anspruch an Magerstandorte (nährstoffarme Flächen) und ergänzen sich optisch durch ihre ähnlichen Wuchsformen.
Die Gewöhnliche Grasnelke gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und dem Vereinigten Königreich indigen (einheimisch). Trotz ihres Namens ist sie kein echtes Gras, sondern eine ausdauernde Staude, die dichte Polster bildet. Ein besonderes Merkmal ist ihre Fähigkeit zur Arbuskulären Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die ihr hilft, auch auf kargen Böden ausreichend Nährstoffe aufzunehmen. Sie besiedelt natürlicherweise kalkarme Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) und Küstenstandorte.
1 Video zu Gewöhnliche Grasnelke

9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →