Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthemis cotula
Auch bekannt als: Stinkende Hundskamille
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Stink-Hundskamille (Anthemis cotula) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren fein gefiederten Blättern und den weiß-gelben Blüten ähnelt sie der Echten Kamille, verströmt aber einen strengen Geruch. Als Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) steht sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste und ist für dich ein Gewinn für den Artenschutz. Von ihr profitieren seltene Gäste wie die Buckel-Seidenbiene oder die Schmalbiene Lasioglossum cupromicans (Pérez, 1903). Wenn du ein Herz für bedrohte Wildkräuter hast, ist sie genau richtig für dich. Trau dich an diese spezialisierte Schönheit heran.
Seltene Ackerwildpflanze: Wichtige Tankstelle für die Buckel-Seidenbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Stink-Hundskamille eine wertvolle Ressource für spezialisierte Insekten. Besonders die Buckel-Seidenbiene und die Schmalbiene Lasioglossum cupromicans (Pérez, 1903) fliegen die Blüten gezielt an. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae (Linnaeus, 1758)) nutzen das Nektarangebot regelmäßig. Zudem finden Halskäfer auf den Blütenköpfen wichtige Nahrung und Lebensraum. Da die Pflanze im Winter ihre Samen behält, bietet sie Vögeln eine natürliche Futterquelle in der kargen Jahreszeit. Mit ihrer Ansiedlung unterstützt du Arten, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Überlebenschancen finden.
Die Stink-Hundskamille ist nicht kindersicher und sollte nicht in den Mund genommen werden. Im Gegensatz zur heilenden Echten Kamille kann sie Hautreizungen auslösen. Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal ist der unangenehme Geruch beim Zerreiben der Blätter sowie der markante Blütenboden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Wähle für deine Stink-Hundskamille einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei sie als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) mit normaler Erde bestens zurechtkommt.
Deine beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden anfangs offen ist, damit die Keimlinge Licht bekommen.
Da sie einjährig wächst, sorgt sie durch Selbstaussaat für ihren Fortbestand, wenn du die verblühten Köpfe einfach stehen lässt.
Ein Rückschnitt ist nicht nötig – lass die Natur im Herbst einfach machen.
Die Pflege ist minimal; schütze sie in der Jugendphase lediglich vor Überwucherung durch Gräser.
In sehr trockenen Sommern freut sie sich über etwas Wasser aus deiner Kanne.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) – beide teilen ähnliche Ansprüche und fördern gemeinsam die Vielfalt der Bestäuber.
Die Stink-Hundskamille (Anthemis cotula) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) heimisch. Du findest sie typischerweise auf sonnigen Standorten mit frischen (mäßig feuchten) Böden. Charakteristisch sind ihre fein zerteilten Blätter und die markanten Blütenköpfe mit weißen Rand- und gelben Röhrenblüten. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, ist ihr Vorkommen in unserer Region rückläufig und besonders schützenswert. Ihre Wuchsform und die spezifischen Drüsenhaare machen sie zu einer einzigartigen Erscheinung in der heimischen Flora.
2 Videos zu Stink-Hundskamille


10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →