Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena curvungula Thomson, 1870
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Du erkennst die Braune Schuppensandbiene an ihrer dichten, braun-beigen Behaarung auf dem Brustabschnitt und dem etwas abgeflachten Hinterleib. Diese Wildbiene bringt pro Jahr nur eine einzige Generation hervor und ist streng auf Glockenblumen angewiesen. Ihre Eier legt sie in selbst gegrabenen Gängen im Boden ab, meist an sonnigen, spärlich bewachsenen Stellen direkt in deinem Garten. Im späten Frühjahr und Frühsommer besucht sie ausschließlich heimische Arten wie die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) oder die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia). Die Larve ernährt sich im Nest von dem gesammelten Pollenvorrat dieser spezifischen Pflanzen. Den Rest des Jahres verbringt das Tier verborgen im Erdreich, wo es als bereits fertig entwickeltes Insekt in einer schützenden Kokonhülle überwintert. Du kannst diese spezialisierte Biene fördern, indem du Glockenblumen, die Kugelige Teufelskralle (Phyteuma orbiculare) oder den Blutroten Storchschnabel (Geranium sanguineum) anpflanzt. Lasse zudem offene Bodenstellen unberührt, damit sie dort ungestört ihre Nester anlegen kann. Da sie oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) ist, hilft ihr nur das gezielte Angebot ihrer Futterpflanzen.
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Die Braune Schuppensandbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast in deinem Garten. Sie besitzt zwar einen Stachel, dieser ist jedoch viel zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen, und sie verhält sich gegenüber Menschen absolut friedfertig.
Die Braune Schuppensandbiene (Andrena curvungula) gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als solitär (einzeln) lebende Wildbiene baut sie ihre Nester im Boden, bevorzugt in sandigem oder lehmigem Substrat. Ihr Körperbau ist typisch für größere Sandbienen, wobei sie durch ihre enge Bindung an Glockenblumengewächse ökologisch hochgradig spezialisiert ist. In der Natur findet man sie oft an Waldrändern oder auf Magerwiesen, doch auch naturnahe Gärten bieten ihr wertvollen Lebensraum.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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