
Allium sativum
Auch bekannt als: Schlangenknoblauch, Rockenbolle, Knofi
7
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
Knoblauch (Allium sativum) verrät sich durch seinen markanten, würzigen Duft und die langen, flachen Blätter, die straff aufrecht wachsen. Als Biologe schätze ich ihn nicht nur in der Küche, sondern vor allem wegen seiner Funktion im Ökosystem: Die Blüten locken gezielt Bestäuber wie die Honigbiene (Apis mellifera) an. Auch die Feldwespe (Polistes) nutzt die Pflanze regelmäßig als Anlaufstelle in deinem Garten. Er ist zwar ein Neophyt (eine Pflanzenart, die nach 1492 eingeführt wurde), fügt sich aber wunderbar in naturnahe Pflanzungen ein. Mit diesem Wissen im Hinterkopf kannst du ihn ganz gezielt zur Förderung der Artenvielfalt einsetzen.
Würziger Alleskönner: Kulinarisches Highlight und Magnet für Feldwespen.
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In deinem Garten dient der Knoblauch als wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Fluginsekten. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er besonders gerne von der Honigbiene (Apis mellifera) angeflogen, die hier Nektar sammelt. Auch verschiedene Arten der Feldwespe (Polistes) besuchen die Blütenstände häufig. Ein weiterer Gast ist das Liliengoldhähnchen (Lilioceris lilii), ein leuchtend roter Käfer, der eng an Lauchgewächse gebunden ist. Obwohl er kein klassischer Vogelnährgehölz-Ersatz ist, trägt er durch die Bereitstellung von Insektennahrung indirekt zur Stabilität des Nahrungsnetzes bei.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus, damit die Zwiebeln genügend Energie speichern können.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffanspruch) benötigt er einen normalen Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe führt schnell zu Fäulnis an den Zwiebeln.
Pflanzzeit: Du kannst die Zehen im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November stecken, solange der Boden frostfrei ist.
Tiefe: Setze die einzelnen Zehen etwa 5 cm tief mit der Spitze nach oben in die Erde.
Pflege: Halte den Boden locker und entferne Beikräuter regelmäßig, um die Konkurrenz klein zu halten.
Vermehrung: Dies geschieht am einfachsten durch das Teilen der Knolle und das Neustecken der Zehen im Herbst.
Kombination: Ein idealer Partner ist der Echte Dost (Origanum vulgare) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und fördern gemeinsam eine Vielzahl von Insekten.
Taxonomisch gehört der Knoblauch zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und zur Gattung Lauch (Allium). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und gilt als etablierter Neophyt. Typisch für die Morphologie (äußere Gestalt) ist die zusammengesetzte Zwiebel, die aus einer Hauptzehe und mehreren Nebenzehen besteht. Im Gegensatz zu vielen anderen Laucharten sind seine Blätter nicht hohl, sondern flach und leicht rinnig. Er bevorzugt warme Standorte und ist an ein trocken-warmes Klima angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_364056397
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