
Agrostemma githago
Auch bekannt als: Ackerkrone
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Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Korn-Rade (Agrostemma githago) durch ihre fünf purpurroten Blütenblätter, die von auffällig langen, behaarten Kelchblättern (Blattstrukturen, die die Knospe umschließen) überragt werden. Da sie auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihr einen echten Beitrag zum Artenschutz in deinem Garten. Besonders der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) schätzen ihren Nektar im Hochsommer sehr. Mit ihren silbrig behaarten Blättern ist sie zudem ein optisches Highlight im Beet. Hol dir dieses Stück gefährdete Naturgeschichte direkt nach Hause und unterstütze seltene Bestäuber.
Purpurnes Erbe: Rette die bedrohte Korn-Rade für unsere Zitronenfalter.
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Nach aktuellen Bestäuberdaten ist die Korn-Rade eine wichtige Nektarquelle für Schmetterlinge im Hochsommer. Besonders häufig besuchen sie der Kleine Fuchs (Aglais urticae), der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae). Auch für den markanten Kammhornkäfer bietet die Blüte im Juli eine lebensnotwendige Nahrungsquelle. Da die Pflanze in der freien Landschaft als stark gefährdet gilt, dienen Gartenbestände als wichtiges Trittbiotop (vernetzende Lebensräume für wandernde Arten). Die Samenproduktion ist reichlich und sichert den Fortbestand dieser seltenen Art an ihrem Standort.
Die Korn-Rade ist in allen Teilen, besonders aber in den dunklen Samen, giftig. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Abwehrstoffe), die bei Verzehr gesundheitsschädlich wirken. Da die Pflanze nicht kindersicher ist, solltest du sie nur pflanzen, wenn keine kleinen Kinder im Garten spielen, die Pflanzenteile in den Mund nehmen könnten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.75 m
Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Korn-Rade ihre volle Pracht entfaltet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und normal nährstoffreich sein – eine klassische mittlere Gartenqualität genügt vollkommen.
Die Aussaat erfolgt direkt ins Beet zwischen März und Mai, sobald der Boden offen und bearbeitbar ist.
Da sie einjährig ist, stirbt die Pflanze nach der Samenreife im Spätsommer ab.
Wenn du die verblühten Köpfe stehen lässt, versamt sie sich oft von selbst für das nächste Gartenjahr.
Du kannst die Samen im Spätaugust auch gezielt absammeln und trocken lagern.
Achte darauf, den Boden im Frühjahr an dieser Stelle nicht zu stark zu hacken, um die jungen Keimlinge nicht zu zerstören.
Eine wunderbare Begleiterin ist der Klatschmohn (Papaver rhoeas).
Beide teilen sich den Lebensraum der Segetalflora (Ackerbegleitflora) und bilden zusammen ein ökologisch wertvolles Bild, das an alte Kornfelder erinnert.
Die Korn-Rade (Agrostemma githago) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) war sie einst ein ständiger Begleiter auf Getreidefeldern, ist heute aber in der gesamten Region fast ausgerottet. Sie wächst streng aufrecht, wird bis zu einem Meter hoch und zeichnet sich durch eine dichte, weißfilzige Behaarung an Stängel und Blättern aus. Die Blütezeit ist auf den Juli begrenzt, was sie zu einer wertvollen Hochsommerpflanze macht.
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3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_506061128
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