Bild folgtKI-generierte IllustrationAbies alba
Auch bekannt als: Weisstanne
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
8
Wirtsbeziehungen
Arten
An den flachen Nadeln mit zwei markanten weißen Streifen auf der Unterseite lässt sich die Weiß-Tanne (Abies alba) sofort erkennen. Im Gegensatz zur Fichte stechen ihre Nadeln nicht, was sie haptisch angenehmer macht. Als heimischer Nadelbaum ist sie ein wertvoller Lebensraum, von dem Spezialisten wie der Sägezahnfühler-Nadelholzspanner oder der Kiefernspanner (Bupalus piniaria) profitieren. In deinem Garten bietet sie dauerhaften Sichtschutz und ein stabiles Mikroklima für kleinere Mitbewohner. Wenn du den Platz für einen stattlichen Baum hast, schaffst du mit ihr ein wertvolles Refugium für den regionalen Artenschutz.
Silbriger Riese und Kinderstube für spezialisierte Spanner-Falter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Weiß-Tanne eine lebenswichtige Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falter wie den Sägezahnfühler-Nadelholzspanner und den Moosgrünen Rindenspanner. Auch der Kiefernspanner (Bupalus piniaria) und der Kiefern-Nadelholzspanner (Thera obeliscata) nutzen ihre Nadeln zur Entwicklung. Käfer wie der Buchdrucker und der Kupferstecher sowie der Fichtenzapfenzünsler sind Teil der natürlichen Lebensgemeinschaft. Zudem dient die Tanne dem Reh (Capreolus capreolus) und dem Rothirsch als Deckung. Die Samenreife bietet im Winter eine wertvolle Energiequelle für viele Vögel.
Die Weiß-Tanne gilt als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den enthaltenen Harzen und ätherischen Ölen, die bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen oder bei Verzehr der Nadeln zu Unwohlsein führen können. Eine Verwechslung mit der giftigen Eibe (Taxus baccata) ist möglich, lässt sich aber durch die zwei hellen Wachsstreifen auf der Nadelunterseite der Tanne sicher ausschließen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
42.07 m
Wähle für die Weiß-Tanne einen Standort im Schatten oder Halbschatten, da junge Bäume sehr empfindlich auf pralle Sonne reagieren.
Der Boden sollte "frisch" sein, was bedeutet, dass die Erde eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit aufweisen muss und nie ganz austrocknen darf.
Als Mittelzehrer kommt sie mit einem normalen, tiefgründigen Gartenboden ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Wässere den Baum in den ersten Standjahren besonders in trockenen Sommern regelmäßig nach, bis die Wurzeln tiefere Schichten erreichen.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Art von Natur aus einen sehr regelmäßigen, pyramidenförmigen Wuchs entwickelt.
Vermehrt wird sie vorwiegend durch Aussaat im Herbst.
Gute Partnerin: Die Europäische Eibe (Taxus baccata) – beide Arten besiedeln ähnliche kühle, schattige Lebensräume und fördern gemeinsam ein gesundes Waldklima im Garten.
Die Weiß-Tanne (Abies alba) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und ein charakteristischer Bewohner unserer Bergwälder. Als indigen bezeichneter Baum wächst sie bevorzugt in kühleren, feuchten Lagen und bildet ein tiefgreifendes Pfahlwurzelsystem aus. Morphologisch auffällig sind ihre flachen, vorne eingekerbten Nadeln, die im Gegensatz zu vielen anderen Nadelhölzern gescheitelt angeordnet sind. Sie ist schattentolerant und bevorzugt Standorte, die vor extremer Mittagshitze geschützt sind.
8 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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