Entdecke im November-Gartenrundgang letzte Nektarquellen, pflanze heimische Sträucher wie Holunder und lege einen wertvollen Käferkeller an.
Auch wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, kommt der Naturgarten nicht zum Stillstand. Im November verschiebt sich der Fokus von der üppigen Blüte hin zur Strukturvielfalt und der Vorbereitung auf den Winter. Bei meinem aktuellen Gartenrundgang zeige ich dir, warum gerade jetzt ökologisch wertvolle Maßnahmen getroffen werden sollten.
Während viele Ziergärten im November kahl wirken, finden Insekten im Naturgarten noch letzte Rettungsinseln. Es geht hierbei nicht primär um die Optik, sondern um das Überleben von spät fliegenden Bestäubern.




Der November ist der optimale Zeitpunkt für Gehölzpflanzungen (sofern der Boden nicht gefroren ist). Die Pflanzen befinden sich in der Ruhephase und können ihre Energie voll in die Wurzelbildung stecken. Ich habe meinen Bestand um zwei wertvolle Arten erweitert:
| Strauch | Ökologischer Nutzen | Standort-Tipp |
|---|---|---|
| Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) | Nektarlose Blüten (Pollenquelle für Schwebfliegen/Käfer), Beeren als Vogelfutter. | Anspruchslos, verträgt Halbschatten, stickstoffliebend. |
| Alpen-Heckenrose (Rosa pendulina) | Hagebutten als Winternahrung, stachellose Triebe, wertvolles Nistgehölz. | Mag eher kühle, feuchte Standorte, ideal für absonnige Lagen. |
Ein Highlight im November war die Erweiterung des Käferkellers im Waldbeet. Totholz ist im aufgeräumten Garten oft Mangelware, dabei sind rund 20 % unserer Käferarten direkt auf Holz in verschiedenen Zersetzungsstadien angewiesen.
Damit das Totholz ökologisch wirksam wird, reicht es nicht, es nur hinzulegen. Besonders stehendes Totholz mit Bodenkontakt imitiert absterbende Bäume und ist ein Hotspot der Biodiversität.
Durch diese vertikale Ausrichtung entstehen verschiedene Feuchtigkeits- und Temperaturzonen am selben Stamm – von feucht-morsch unten bis trocken-warm oben.
Nicht nur Insekten, auch meine Enten benötigen im Winter Schutz. Das neue Wintergehege sorgt dafür, dass sie trocken und sicher vor Fressfeinden wie dem Fuchs überwintern können. Im Naturgarten denken wir in Kreisläufen: Die Enten düngen den Boden und halten (in Maßen) die Schneckenpopulation im Zaum, während wir ihnen den nötigen Schutzraum bieten.
Die Kleinblütige Bergminze, Ringelblumen und die Ochsenzunge bieten oft bis zum Frost Nektar und Pollen.
Stehendes Totholz mit Bodenkontakt bietet diverse Feuchtigkeitszonen, die für die Larvenentwicklung vieler Käferarten essenziell sind.
Der Spätherbst (November) ist ideal, da die Pflanzen in der Ruhephase sind und Wurzeln bilden können, solange der Boden frostfrei ist.
Er liefert Pollen für Schwebfliegen und Käfer sowie beerenreiches Futter für Vögel im Spätsommer und Herbst.
Ein Käferkeller ist eine Struktur aus teilweise eingegrabenem Totholz, die Lebensraum für xylobionte (holzbewohnende) Insekten schafft.
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