Erfahre, wie du die Efeu-Seidenbiene im Garten unterstützen kannst. Tipps zu Nahrung (Efeu), Nistplätzen im Boden und ökologischem Gärtnern im Herbst.
Wenn sich die meisten Insekten bereits in die Winterruhe verabschieden, wird eine besondere Wildbienenart erst richtig aktiv. Die Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae) ist eine faszinierende Überlebenskünstlerin. Sie hat ihre gesamte Lebensweise auf eine einzige Pflanze abgestimmt.
Wer die Efeu-Seidenbiene im Garten unterstützen möchte, muss umdenken. Hier zählt nicht die akkurate Optik, sondern das ökologische Zusammenspiel. Diese Biene ist der Beweis dafür, dass Naturschutz im Garten auch im späten Herbst noch Hochsaison hat. Damit ergänzt sie perfekt das Nahrungsangebot für Insekten, das wir bereits im Artikel Spätblüher-Check: So rettest du Hummelköniginnen über den Winter thematisiert haben.
Die Art wurde erst 1993 wissenschaftlich beschrieben. Sie ist eine sogenannte oligolektische Art. Das bedeutet, sie ist eine spezialisierte Sammlerin. Ohne Efeu kann ihr Nachwuchs nicht überleben.
| Merkmal | Efeu-Seidenbiene | Westliche Honigbiene |
|---|---|---|
| Flugzeit | September bis November | März bis Oktober |
| Nahrungsquelle | Spezialisiert auf Efeu | Generalist (viele Blüten) |
| Nistweise | Solitär im Boden | Sozial im Bienenstock |
| Körperbau | Hinterleib hell-gelb gebändert | Bräunlich, weniger Kontrast |
Der wichtigste Schritt ist der Erhalt von altem Efeu. Junger Efeu blüht noch nicht. Erst die sogenannte Altersform bildet die kugeligen, gelb-grünen Blütenstände aus.
Die Efeu-Seidenbiene nistet nicht in klassischen Insektenhotels aus Holz oder Halmen. Sie ist eine Erdbewohnerin. Sie gräbt ihre Gänge bis zu 60 Zentimeter tief in die Erde.
Ein steriler Garten bietet keinen Platz für Spezialisten. Die Efeu-Seidenbiene braucht das „Ums-Eck-Denken“. Ein alter Efeubewuchs mag wild aussehen, ist aber ein Hotspot der Biodiversität.
Wer die Efeu-Seidenbiene im Garten unterstützen will, schafft ein Refugium, das den Kreislauf der Natur bis in den Winter hinein aufrechterhält. Es ist eine einfache, aber hochwirksame Maßnahme gegen das Insektensterben.
Die Flugzeit dieser Wildbiene ist sehr spät im Jahr. Sie beginnt meist Anfang September und kann bei milder Witterung bis in den November hinein andauern, passend zur Efeublüte.
Die Weibchen sind fast ausschließlich auf den Pollen des Gemeinen Efeus (Hedera helix) angewiesen. Nur wenn dieser blüht, können sie ihre Brut erfolgreich für das nächste Jahr versorgen.
Sie nistet in selbst gegrabenen Erdlöchern an sonnigen, kahlen Stellen. Man erkennt die Nester an kleinen Erdhäufchen, die ähnlich wie winzige Maulwurfshügel auf dem Boden oder in Beeten liegen.
Nein, sie ist absolut friedfertig. Wie die meisten Wildbienen nutzt sie ihren Stachel nur in extremer Lebensgefahr. Ein Stich ist für Menschen zudem kaum schmerzhaft und völlig harmlos.
Hauptartikel: Spätblüher-Check: So rettest du Hummelköniginnen über den Winter




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