Spätblühende Stauden für Bienen November: Warum Bergminze und Acker-Witwenblume das Überleben von Hummeln sichern. Ökologische Tipps für Ihren Naturgarten.
Der November im Naturgarten ist mehr als nur die Zeit des Aufräumens. Wenn die Temperaturen sinken, beginnt für viele Insekten ein Wettlauf gegen die Zeit. Besonders Hummelköniginnen sind jetzt auf Energie angewiesen. Sie müssen sich Fettreserven für den Winter anlegen.
In vielen Gärten herrscht jedoch gähnende Leere. Sterile Ziergehölze bieten keine Nahrung. In unserem Artikel November im Naturgarten: Warum die Flamingo-Weide weichen musste & Pflegetipps haben wir bereits erklärt, warum ökologische Vielfalt wichtiger ist als modischer Chic. Die Flamingo-Weide sieht zwar hübsch aus, ist für unsere heimische Fauna aber eine Wüste. Wer echte Hilfe leisten will, setzt auf spätblühende Stauden für Bienen November.
| Eigenschaft | Bergminze (Calamintha nepeta) | Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) |
|---|---|---|
| Blütezeit | Juli bis November | Juni bis Oktober (oft Nachblüte) |
| Insektenwert | Extrem hoch (Nektar & Pollen) | Hoch (besonders für spezialisierte Bienen) |
| Standort | Sonnig, trocken, mager | Sonnig, eher kalkhaltig |
| Wuchshöhe | 30 - 50 cm | 30 - 80 cm |
| Herkunft | Heimisch in Südeuropa/eingebürgert | Heimisch in Deutschland |
Die Steinquendel-Bergminze ist ein Phänomen. Sie beginnt im Hochsommer zu blühen und hört oft erst auf, wenn der erste harte Frost die Landschaft überzieht.
Wer die Biodiversität fördern will, kommt an der Acker-Witwenblume nicht vorbei. Sie ist die Lebensgrundlage für die Knautien-Sandbiene, die ohne diese Pflanze nicht existieren kann.
Der Klimawandel verschiebt die Aktivitätsphasen unserer Insekten. Wir beobachten immer häufiger, dass Hummeln noch an milden Novembertagen ausfliegen. Wenn sie dann keine Nahrung finden, verbrauchen sie mehr Energie, als sie aufnehmen können. Das ist das Todesurteil für die nächste Generation.
Ein Naturgarten sollte daher so geplant werden, dass vom ersten Sonnenstrahl im März bis zum Dauerfrost im November immer etwas blüht. Es geht nicht darum, den Garten „winterfest“ und damit steril zu machen. Es geht darum, Ressourcen stehenzulassen. Lassen Sie auch die verblühten Stängel der Witwenblume über den Winter stehen. Viele Insekten nutzen die hohlen Stängel als Winterquartier.
Statt auf exotische Importe wie die Flamingo-Weide zu setzen, sollten wir unseren heimischen Helden eine Bühne bieten. Die Kombination aus Bergminze und Acker-Witwenblume ist ein unschlagbares Duo für das Saisonfinale. Sie sind robust, bildschön auf eine wilde Art und vor allem: Sie retten Leben.
Spätblüher wie die Bergminze liefern Energie für Hummelköniginnen vor dem Winterschlaf. Ohne diesen Treibstoff überwintern sie nicht erfolgreich, was die Population im Folgejahr massiv gefährdet.
Die Bergminze (Calamintha nepeta) blüht unermüdlich von Juli bis zum ersten Frost. Ihr Nektarwert ist extrem hoch, während viele andere Gartenstauden im Spätherbst bereits komplett verblüht sind.
Die Acker-Witwenblume ist sehr anpassungsfähig und gedeiht auch in größeren Kübeln. Wichtig ist ein sonniger Standort und durchlässige Erde, um Staunässe im Winter unbedingt zu vermeiden.
Hauptartikel: November im Naturgarten: Warum die Flamingo-Weide weichen musste & Pflegetipps




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