Erfahren Sie, warum Wildbienen und Schmetterlinge im August oft keine Nahrung finden und wie Sie das Hungerloch im Garten mit heimischen Pflanzen schließen.
Wer im August durch deutsche Gärten und Landschaften spaziert, sieht oft saftiges Grün. Doch für unsere heimische Fauna ist dieser Monat oft eine Katastrophe. Während im Juni und Juli alles in voller Blüte stand, herrscht nun das sogenannte Hungerloch. Viele Wildbienen-Arten und Schmetterlinge stehen kurz vor ihrer wichtigsten Phase: der Vorbereitung auf den Winter oder der letzten Brutaufzucht. Doch der Tisch ist leer gedeckt.
Es gibt drei Hauptgründe für diesen dramatischen Mangel:
Besonders dramatisch ist die Situation für Hummeln. Die Völker erreichen jetzt ihre maximale Größe. Der Energiebedarf ist gigantisch, doch die Natur geht bereits in den Ruhemodus über. Ohne zusätzliche Insektennahrung im August im Garten verhungern ganze Völker, bevor die neuen Königinnen für das nächste Jahr schlüpfen können.
In der folgenden Tabelle sehen Sie, warum die Wahl der richtigen Pflanzen im Spätsommer entscheidend für die Biodiversität ist:
| Pflanzentyp | Nutzen für Insekten | Beispiel für August |
|---|---|---|
| Gefüllte Dahlien | Null (kein Zugang zu Nektar) | Viele Baumarkt-Sorten |
| Heimische Korbblütler | Extrem hoch (Pollen & Nektar) | Wegwarte, Flockenblume |
| Zier-Gräser | Gering (nur Deckung) | Chinaschilf |
| Späte Doldenblütler | Hoch (Spezialistenfutter) | Wilde Möhre, Fenchel |
Sie müssen kein Profi-Ökologe sein, um zu helfen. Oft ist weniger Arbeit sogar mehr Wert für die Natur. Hier sind konkrete Schritte:
Ein ökologischer Garten im August sieht vielleicht nicht so „geleckt“ aus wie ein englischer Rasen. Braune Stängel, verblühte Köpfe und hohe Wildkräuter sind jedoch Lebensversicherung und Vorratskammer zugleich. Viele Wildbienen benötigen genau diese vertrockneten Stängel, um darin ihre Eier abzulegen. Wer jetzt alles radikal abschneidet, vernichtet die Generation des nächsten Jahres.
Helfen Sie mit, das Hungerloch zu schließen. Jede einzelne Blüte zählt in dieser kritischen Zeit.
Nach der Hauptblüte im Juni/Juli versiegt das Angebot an Nektar und Pollen. Insekten finden in aufgeräumten Gärten kaum noch Energie für die Wintervorbereitung oder die letzte Brut.
Besonders betroffen sind Hummelvölker, die im August ihre maximale Größe erreichen, sowie spät fliegende Wildbienenarten und Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge vor der Überwinterung.
Stoppen Sie das Mähen von Teilflächen und pflanzen Sie heimische Spätblüher wie Astern oder Alant. Auch eine Insektentränke bietet überlebenswichtige Hilfe bei sommerlicher Hitze.
Bei gefüllten Blüten sind die Staubblätter zu Blütenblättern umgewandelt. Insekten finden dort weder Pollen noch Nektar, sie verhungern buchstäblich auf der Suche nach Nahrung.
Hauptartikel: Top 5 Wildblumen im August: Diese Pflanzen retten Wildbienen & Co.




Erhältlich bei Gartenexpedition.de
15,00 €
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Zum Shop →

5,00 €
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Zum Shop →
Partnerhinweis: Die verlinkten Produkte stammen von Gartenexpedition.de. Bei einem Kauf unterstützt du unsere Arbeit.
Schlagwörter
Entdecke die ökologisch wertvollsten Wildpflanzen für den August! Von Wegwarte bis Katzenminze – so bringst du Biodiversität in deinen Naturgarten.
VertiefungErfahren Sie alles über den ökologischen Nutzen der Ackerwinde. Warum die Winden-Sandbiene und der Windenschwärmer auf dieses Wildkraut angewiesen sind.
VertiefungErfahren Sie, wie Sie die Blaue Holzbiene anlocken. Die besten Pflanzen, Tipps zum Totholz und ökologische Strategien für den sanften Riesen in Ihrem Garten.
VertiefungErfahren Sie, wie Sie Wegwarte, Steinklee und Natternkopf durch die richtige Aussaat im Spätsommer dauerhaft in Ihren Naturgarten integrieren. Tipps für Biodiversität.
VertiefungErfahre, wie spätblühende Wildpflanzen wie Wasserdost und Wegwarte die kritische Trachtlücke im August füllen und Wildbienen das Überleben sichern.
Alle Artendaten stammen aus wissenschaftlichen Quellen (CC BY 4.0 / CC0). Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →