Bild folgtKI-generierte IllustrationViola tricolor subsp. tricolor
Auch bekannt als: Viola tricolor subsp. tricolor
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
An der markanten Dreifarbigkeit ihrer Blüten – meist eine Kombination aus Violett, Gelb und Weiß – lässt sich das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor subsp. tricolor) sofort erkennen. Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil im Naturgarten, da es als wichtige Futterquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria euphrosyne) oder den Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) dient. Im Gegensatz zu hochgezüchteten Gartenformen bietet diese Wildart echten ökologischen Mehrwert für unsere heimische Insektenwelt. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die sich willig versamt und Leben in deine Beete bringt, liegst du hier genau richtig.
Bunte Lebensversicherung für sieben verschiedene Perlmuttfalter-Arten.
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Diese Pflanze ist eine existenzielle Ressource für eine Vielzahl von Perlmuttfaltern. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Sumpfwiesen-Perlmuttfalter (Boloria selene) und der Hainveilchen-Perlmuttfalter (Boloria oscarus) von ihrem Angebot. Auch für den Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) oder Boloria graeca stellt sie eine wichtige Anlaufstelle dar. Durch die Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) ist die Pflanze zudem bestens im Nährstoffnetzwerk des Bodens integriert.
Bitte beachte, dass das Wilde Stiefmütterchen laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn Bestandteile in der traditionellen Kräuterkunde genutzt wurden, sollten Kinder nicht an den Pflanzenteilen naschen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der typischen Veilchenblüte in der Regel nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Wähle für die Ansiedlung einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und von normaler Beschaffenheit sein, also weder extrem sandig noch schwerer Lehm.
Als Mittelzehrer benötigt die Pflanze einen Boden mit durchschnittlichem Nährstoffgehalt ohne zusätzliche Düngergaben.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Du kannst sie einfach durch Aussaat vermehren; sie versamt sich an zusagenden Stellen oft von selbst.
Achte darauf, verblühte Triebe nicht sofort zu entfernen, wenn du eine Selbstaussaat wünschst.
Eine regelmäßige Bewässerung bei anhaltender Trockenheit sorgt für eine längere Blütezeit.
Das Wilde Stiefmütterchen lebt meist nur ein bis zwei Jahre, sichert aber seinen Bestand durch reichliche Samenbildung.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) – beide teilen ähnliche Standortansprüche auf frischen Wiesenstandorten und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Wilde Stiefmütterchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In Deutschland und der Schweiz ist es indigen, also ursprünglich heimisch, und besiedelt als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits hier war) oft Äcker und Brachen. Botanisch zeichnet es sich durch seine aufsteigenden Stängel und die typischen Nebenblätter (blattähnliche Auswüchse am Blattgrund) aus, die tief eingeschnitten sind. Die Blüte besitzt einen charakteristischen Sporn, in dem der Nektar verborgen liegt.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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