Bild folgtKI-generierte IllustrationViola rupestris subsp. rupestris
Auch bekannt als: Viola rupestris subsp. rupestris
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
An seinen blassvioletten Blüten mit dem kurzen, weißlichen Sporn lässt sich das Sand-Veilchen (Viola rupestris subsp. rupestris) sofort erkennen. Auffällig ist der kompakte Wuchs und die oft feine Behaarung der Blätter, die der Pflanze einen fast gräulichen Schimmer verleiht. Da diese Art auf der Roten Liste mit der Stufe 2 (stark gefährdet) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Sie ist eine unverzichtbare Futterpflanze für seltene Schmetterlinge wie den Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria selene). Wenn du einen sandigen, sonnigen Platz im Garten hast, ist dieser botanische Schatz genau das Richtige für dich.
Rote-Liste-Rarität: Werde zum Lebensretter für seltene Perlmuttfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Sand-Veilchen eine überlebenswichtige Ressource für verschiedene Perlmuttfalter. Die Raupen seltener Arten wie des Braunfleckigen Perlmuttfalters (Boloria selene) und des Veilchen-Perlmuttfalters (Boloria euphrosyne) nutzen die Pflanze als Nahrungsgrundlage. Auch der Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) und der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) profitieren direkt von Beständen dieser Art. Weitere Nutznießer sind Boloria graeca, Boloria oscarus und Boloria selenis. Durch die Symbiose mit Bodenpilzen fördert das Veilchen zudem eine gesunde Bodenbiologie an kargen Standorten.
Das Sand-Veilchen wird als nicht kindersicher eingestuft. Da Veilchengewächse Inhaltsstoffe wie Saponine und Alkaloide enthalten können, ist vom Verzehr abzuraten. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit dem Hunds-Veilchen (Viola canina), welches jedoch meist größere Blätter und eine andere Wuchsform besitzt. Aufgrund des hohen Schutzstatus (Rote Liste 2) sollte die Pflanze im Garten pfleglich behandelt und niemals in der freien Natur entnommen werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen, warmen Platz. Das Sand-Veilchen liebt die Hitze und Trockenheit.
Boden: Der Untergrund muss sandig, sehr durchlässig und eher nährstoffarm sein.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Gießen: Nur in der Anwachsphase nötig, danach verträgt die Art lange Trockenperioden.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger; die Pflanze ist an Magerstandorte angepasst.
Vermehrung: Die Ausbreitung erfolgt meist durch Samen, die von Ameisen verschleppt werden (Myrmekochorie).
Rückschnitt: Nicht erforderlich; lass die Pflanze ungestört wachsen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Heide-Nelke (Dianthus deltoides).
Begründung: Beide Arten teilen die Vorliebe für sandige Böden und bilden zusammen ein stabiles Ökosystem für spezialisierte Insekten.
Das Sand-Veilchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz als Indigen (einheimische Art) beheimatet. Es besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Kiefernwälder auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet es sich durch seine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln zur Nährstoffaufnahme) aus, die ihm das Überleben an extrem nährstoffarmen Standorten ermöglicht. Als Archaeophyt (vor 1492 eingewanderte Art) oder Indigen ist es perfekt an unser Klima angepasst.
2 Videos zu Sand-Veilchen


7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →