Bild folgtKI-generierte IllustrationViola reichenbachiana
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Wald-Veilchen an seinen hellvioletten Blüten mit dem auffällig dunklen, ungefurchten Sporn (dem rückwärtigen Fortsatz der Blüte) und den herzförmigen Blättern. Es ist ein wertvoller Frühblüher für deinen Naturgarten, da es Hummeln direkt nach dem Winter unterstützt. Besonders die Gartenhummel (Bombus hortorum) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum) profitieren von seinem Nektarangebot. Wenn du schattige Plätze unter Gehölzen hast, findest du hier eine pflegeleichte und ökologisch wertvolle Art. Schaffe mit ihm einen Lebensraum, der sich fast von selbst erhält und im Frühling für erste Farbtupfer sorgt.
Nektar-Tankstelle im Schatten: Über 0,8 Mikroliter Kraftstoff für unsere Hummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Wald-Veilchen eine wichtige Futterquelle für Hummeln. Jede Blüte liefert etwa 0,8308 Mikroliter Nektar, was für die frühe Jahreszeit ein beachtlicher Wert ist. Besonders langrüsselige Arten wie die Gartenhummel (Bombus hortorum) und die Feldhummel (Bombus ruderatus) erreichen den Nektar in der 15 Millimeter tiefen Kronröhre (dem röhrenförmigen Teil der Blüte). Auch die Wiesenhummel (Bombus pratorum), die Steinhummel (Bombus lapidarius) und die Felsen-Kuckuckshummel (Bombus rupestris) besuchen die Pflanze regelmäßig. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet, die so einen Teil ihrer Nahrung finden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Kronröhre
15 mm
Nektar
0.8308 µl/Blüte
Standort: Das Wald-Veilchen bevorzugt Schatten und gedeiht am besten an Plätzen ohne direkte Mittagssonne.
Boden: Ein frischer (mäßig feuchter) Boden ist ideal; als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt es mit normaler Gartenerde gut zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst es im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und benötigt keinen Rückschnitt.
Vermehrung: Es versamt sich selbstständig, oft mit Hilfe von Ameisen, die die Samen verschleppen.
Symbiose: Das Wald-Veilchen geht eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Haselwurz (Asarum europaeum), da beide im schattigen Unterwuchs heimisch sind und ähnliche Standortansprüche teilen.
Das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt schattige Laubwälder auf frischen (mäßig feuchten) Böden. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet oberirdische Triebe, im Gegensatz zu anderen Arten aber keine Ausläufer. Ein wichtiges Merkmal ist der schmale Sporn, der deutlich dunkler als die Kronblätter gefärbt ist. In der Roten Liste wird die Art als ungefährdet geführt.
2 Videos zu Wald-Veilchen


7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloRes_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →