Bild folgtKI-generierte IllustrationViola elatior
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Arten
Schon von weitem fällt das Hohe Veilchen (Viola elatior) durch seinen für Veilchen untypischen, aufrechten Wuchs von bis zu 50 Zentimetern und die blassblauen Blüten mit weißem Zentrum auf. Es ist eine der seltensten Pflanzen unserer Heimat und wird auf der Roten Liste als stark gefährdet (Stufe 2) geführt. Mit der Ansiedlung in deinem Garten leistest du einen echten Beitrag zum Artenschutz, da die Pflanze eine wichtige Lebensgrundlage für seltene Insekten wie den Hochmoor-Perlmutterfalter (Boloria aquilonaris) darstellt. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, kannst du dieses botanische Juwel vor dem Verschwinden bewahren. Hast du einen passenden Standort, um dieser Rarität ein sicheres Zuhause zu geben?
Botanische Kostbarkeit: Rette das seltene 50cm-Veilchen für deinen Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Hohe Veilchen eine hochspezialisierte Komponente unserer Biodiversität. Es dient als wichtige Nahrungsquelle für den Hochmoor-Perlmutterfalter (Boloria aquilonaris), der in vielen Regionen bereits von der Bildfläche verschwunden ist. Da die Pflanze zur Kategorie der Roten Liste 2 gehört, fungiert jedes Exemplar im Garten als genetische Reserve für die freie Natur. Auch wenn spezifische Nektarmengen oft nicht beziffert sind, ist der Wert als Raupenfutterpflanze und für die Vernetzung seltener Biotopstrukturen unschätzbar. Durch die späte Blüte im Vergleich zum Waldveilchen füllt es eine wichtige Lücke im jahreszeitlichen Angebot für spezialisierte Insektenarten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Stängel stabil bleiben.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (kommt mit wenig Nährstoffen aus) und benötigt einen mageren Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; ideal sind Standorte, die im Frühjahr feuchter sind und im Sommer abtrocknen.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Lass die Pflanze nach der Blüte ungestört stehen, damit sie Samen ausbilden kann.
Rückschnitt: Schneide die vertrockneten Stängel erst im Spätwinter zurück, um Überwinterungsgäste zu schützen.
Vermehrung: Die Art vermehrt sich am passenden Standort zuverlässig durch Selbstaussaat.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist der Kanten-Lauch (Allium angulosum). Beide Arten teilen sich in der Natur den Lebensraum der Stromtalwiese und ergänzen sich optisch sowie ökologisch perfekt.
Das Hohe Veilchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Indigen (ursprünglich einheimische Art) besiedelt es natürlicherweise wechselfeuchte Stromtalwiesen und lichte Auenwälder. Im Gegensatz zu den meist kriechenden Verwandten bildet es steife, beblätterte Stängel aus, die im Laufe der Saison deutlich an Höhe gewinnen. Die Art ist an nährstoffarme Verhältnisse angepasst und reagiert empfindlich auf Überdüngung der Landschaft.
3 Videos zu Hohes Veilchen



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →