Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia narbonensis
Auch bekannt als: Vicia narbonensis
3
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Maus-Wicke (Vicia narbonensis) an ihren für Wicken ungewöhnlich breiten, fast eiförmigen Teilblättern und den kräftigen, dunklen purpurbraunen Schmetterlingsblüten, die fast schwarz wirken können. Im Gegensatz zu ihren zierlichen Verwandten wirkt sie robust und beinahe stämmig. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie spezialisierten Faltern wie dem Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) als wichtige Nahrungsquelle dient. Durch ihre AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln zur Nährstoffaufnahme) verbessert sie zudem die Bodenstruktur. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die ökologische Nischen füllt, ist sie genau richtig für dich.
Dunkle Blütenpracht und wertvolle Tankstelle für den Komma-Dickkopffalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Maus-Wicke eine bedeutende Futterpflanze für Schmetterlinge. Besonders die Bläulinge Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae sowie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) nutzen ihr Nektarangebot. Da sie zu den Hülsenfrüchtlern gehört, reichern ihre Wurzeln Stickstoff im Boden an, was dem gesamten Beet zugutekommt. Im Winter bieten die vertrockneten Stängel und verbliebenen Samen in den Hülsen eine wertvolle Nahrungsquelle für heimische Vögel. Die enge Bindung an die AM-Mykorrhiza (Wurzelpilze) macht sie zudem zu einem wichtigen Baustein für ein gesundes Boden-Ökosystem.
Die Maus-Wicke ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Hülsenfrüchtler enthält sie Stoffe, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können; die Samen sind nicht für den Verzehr geeignet. Achte darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen, und erkläre ihnen, dass die Hülsen keine essbaren Erbsen sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.42 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus, damit die Maus-Wicke ihre volle Pracht entfaltet.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was bedeutet, dass die Erde eine mäßige, gleichmäßige Feuchtigkeit aufweisen sollte, ohne staunass zu sein.
Als Mittelzehrer benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger, normale Gartenerde reicht völlig aus.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte auf einen lockeren Boden, um die AM-Mykorrhiza (Nährstoffaustausch mit Bodenpilzen) zu fördern.
Da sie einjährig oder winterannuell wächst, versamt sie sich bei guten Bedingungen selbst.
Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, damit die Samenreife abgeschlossen werden kann und Insekten geschützt sind.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und die Schafgarbe stützt die schweren Triebe der Wicke optisch ab.
Die Maus-Wicke gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als etablierter Neophyt weit verbreitet. Sie bevorzugt sonnige Standorte auf frischen, mäßig nährstoffreichen Böden, wie sie oft in der Nähe von Äckern vorkommen. Charakteristisch ist ihr einjähriger bis zweijähriger Wuchs mit einem markanten, vierkantigen Stängel. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie ohne starke Düngung aus und integriert sich hervorragend in naturnahe Pflanzengesellschaften.
1 Video zu Maus-Wicke

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →