Bild folgtKI-generierte IllustrationVaccinium gaultherioides
Auch bekannt als: Vaccinium gaultherioides
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Die Gebirgs-Moorbeere besticht durch ihre kugeligen, blassrosa Glockenblüten und die kleinen, bläulich-grünen, fast kreisrunden Blätter. In deinem Garten bringt dieser Zwergstrauch die Atmosphäre der Hochalpen und Moore direkt in das Heidebeet. Für spezialisierte Falter wie den Hochmoor-Gelbling (Colias palaeno) ist sie eine überlebenswichtige Futterpflanze, deren Fehlen das lokale Aussterben dieser Art bedeuten kann. Da sie im Gebirge zu Hause ist, zeigt sie dir eindrucksvoll, wie robust heimische Wildgehölze gegen Frost sein können. Du tust der Artenvielfalt einen großen Gefallen, wenn du diesem Spezialisten einen passenden Platz einräumst.
Überlebenswichtige Heimat für den seltenen Hochmoor-Gelbling.
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Die ökologische Bedeutung dieser kleinen Pflanze ist immens, da sie eng an spezialisierte Arten gebunden ist. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie die entscheidende Futterpflanze für die Raupen des seltenen Hochmoor-Gelblings (Colias palaeno). Ohne Bestände dieser Vaccinium-Art kann dieser Schmetterling in unseren Regionen nicht überleben. Die glockenförmigen Blüten bieten zudem Nektar für Hummeln, die früh im Jahr in kühleren Lagen unterwegs sind. Da sie ein Archäophyt oder Indigen (alteingesessene Art) ist, fügt sie sich perfekt in das heimische Ökosystem ein.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Jul
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, der idealerweise kühl und luftfeucht ist.
Boden: Die Erde muss sauer sein, also einen niedrigen pH-Wert (Säuregrad) aufweisen – gewöhnliche Gartenerde ist oft zu kalkhaltig.
Wasser: Nutze zum Gießen ausschließlich kalkfreies Regenwasser, da die Pflanze sehr empfindlich auf Kalk reagiert.
Pflanzzeit: Setze die Beere am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist bei diesem langsamen Wachser kaum nötig; entferne lediglich abgestorbene Zweige.
Vermehrung: Im Naturgarten darf sie sich langsam über Ausläufer ausbreiten.
Winter: Als Gebirgspflanze ist sie extrem frosthart und benötigt keinerlei Winterschutz.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) – beide teilen die Vorliebe für saure Böden und ergänzen sich hervorragend im Wuchsbild.
Die Gebirgs-Moorbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist in den Hochlagen von Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Sie besiedelt dort typischerweise Zwergstrauchheiden und Randbereiche von Mooren auf sauren Böden. Charakteristisch ist ihr niedriger, oft kriechender Wuchs, der sie deutlich von der größeren Rauschbeere im Flachland unterscheidet. Botanisch zeichnet sie sich durch verholzte Triebe und wechselständige, ledrige Blätter aus, die perfekt an extreme Witterungsbedingungen angepasst sind.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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