Bild folgtKI-generierte IllustrationVaccinium corymbosum
Auch bekannt als: Amerikanische Heidelbeere, Amerikanische Blaubeere
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren glockenförmigen, weißlichen Blüten und den im Sommer tiefblau bereiften Früchten lässt sich die Kulturheidelbeere (Vaccinium corymbosum) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist sie weit mehr als ein bloßer Beerenstrauch, denn sie dient als lebenswichtige Kinderstube für spezialisierte Schmetterlinge. Konkret finden hier die Raupen des Alpenwidderchens (Zygaena exulans) und der Pfeileule (Acronicta psi) die Nahrung, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück wertvolle Biodiversität in den Garten, das Mensch und Tier gleichermaßen erfreut. Du leistest damit einen aktiven Beitrag zum Schutz unserer heimischen Falterwelt.
Überlebenswichtige Kinderstube für das Alpenwidderchen und sechs weitere Falter.
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Dieser Strauch ist eine zentrale Futterquelle für die Raupen zahlreicher Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Daten profitieren davon das Alpenwidderchen (Zygaena exulans) sowie die seltene Hochmoor-Silbereule (Syngrapha interrogationis). Auch für die Heidelbeer-Stricheule (Hyppa rectilinea), den Veränderlichen Haarbüschelspanner (Dysstroma truncata) und die Pfeileule (Acronicta psi) ist die Pflanze lebensnotwendig. Zudem nutzen die Ginsterheiden-Bodeneule (Xestia castanea) und der Spanner (Carsia sororiata imbutata) das Laub als Nahrung. Im Spätsommer bieten die Beeren zudem eine wichtige Energiereserve für heimische Vögel, die sich für den Winter oder den Zug in den Süden stärken.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.63 m
Pflanzzeit: Setze den Strauch idealerweise zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November in den offenen Boden.
Standort: Die Pflanze benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Platz.
Boden: Der Boden muss zwingend kalkfrei und sauer sein; Moorbeetpflanzen (Gewächse für saure, humusreiche Böden) gedeihen hier am besten.
Wasser: Achte auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit, da Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) ebenso wie Austrocknung vermieden werden sollte.
Düngung: Verwende im Frühjahr organischen Dünger, der für saures Milieu geeignet ist.
Schnitt: Ein Verjüngungsschnitt (das Entfernen alter Äste zur Förderung von neuem Austrieb) sollte alle zwei bis drei Jahre im Spätwinter erfolgen.
Vermehrung: Eine Vermehrung ist über Stecklinge im Sommer möglich.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Besenheide (Calluna vulgaris). Beide teilen die Vorliebe für saure Standorte und ergänzen sich hervorragend in einem ökologisch wertvollen Heidegarten-Abschnitt.
Die Kulturheidelbeere wird botanisch als ausdauernder Strauch geführt und ist laut Datenlage in Österreich heimisch. Sie wächst bevorzugt in Lebensräumen mit sauren Bodenverhältnissen und zeichnet sich durch einen aufrechten, buschigen Wuchs aus. Die Blüten sind krugförmig gestaltet, was eine Anpassung an bestimmte Bestäuber darstellt. Im Herbst zeigt die Pflanze eine auffällige rötliche Laubfärbung, bevor sie die Blätter für die Winterruhe abwirft.
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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