Bild folgtKI-generierte IllustrationUrtica cannabina
Auch bekannt als: Urtica cannabina, Sibirische Nessel, Hanf-Brennnessel
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Arten
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Wirtsbeziehungen
Arten
An den tief eingeschnittenen, handförmig geteilten Blättern lässt sich die Hanfblättrige Brennnessel (Urtica cannabina) sofort erkennen. Diese ausdauernde Staude ist eine wertvolle Ergänzung für deinen Naturgarten, da sie spezialisierten Insekten als Lebensgrundlage dient. Besonders die Raupen der Gelbfleck-Waldschatteneule (Euproctis similis) und des Hopfen-Wurzelbohrers (Hepialus humuli) sind auf diese Pflanze angewiesen. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Brennnessel wirkt sie durch ihr feines Laub fast wie eine Zierpflanze, behält aber ihren wilden Charakter. Wenn du eine ökologische Nische in deinem Garten besetzen möchtest, ist diese Art eine hervorragende Wahl für dich.
Markanter Blattschmuck und lebenswichtige Kinderstube für seltene Falter.
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Die ökologische Bedeutung dieser Art liegt vor allem in ihrer Funktion als spezialisierte Kinderstube. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine essenzielle Raupenfutterpflanze für die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euproctis similis). Auch der Hopfen-Wurzelbohrer (Hepialus humuli) nutzt die Pflanze für seine Entwicklung. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als wichtige Futterquelle für Vögel wie den Distelfink. Zudem bieten die dichten Bestände wertvolle Mikrohabitate (kleinräumige Lebensbereiche) für räuberische Laufkäfer, die in deinem Garten zur biologischen Schädlingskontrolle beitragen.
Die Hanfblättrige Brennnessel ist nicht kindersicher, da sie wie alle echten Brennnesseln mit Brennhaaren ausgestattet ist, die bei Kontakt schmerzhafte Quaddeln auf der Haut verursachen. Eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen ist aufgrund der sehr markanten, hanfartigen Blattform nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1 m
Wähle einen Standort mit nährstoffreichem, humosem Boden, da die Pflanze als Stickstoffanzeiger (Pflanze, die hohe Nährstoffgehalte im Boden signalisiert) gilt.
Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal, sofern die Erde nicht vollständig austrocknet.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Halte beim Pflanzen einen Abstand von etwa 50 Zentimetern ein, da sie recht ausladend wächst.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Stängel im Spätwinter schafft Platz für den neuen Austrieb.
Die Vermehrung kann unkompliziert durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Da sie sich über Ausläufer ausbreiten kann, solltest du ihr in kleineren Gärten eine Wurzelsperre geben.
Gute Partnerin: Der Gemeine Rainfarn (Tanacetum vulgare) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Böden und bilden durch das feine Laub der Nessel und die gelben Korbblüten des Rainfarns ein harmonisches Bild.
Die Hanfblättrige Brennnessel gehört zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales) und zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae). In Mitteleuropa ist sie primär in Österreich heimisch, wo sie meist auf stickstoffreichen Ruderalstandorten (durch menschliche Eingriffe geprägte Rohböden) vorkommt. Morphologisch (gestaltlich) fällt sie durch ihre bis zu 1,50 Meter hohen, kantigen Stängel und die tief gefiederten Blätter auf. Die Blüten sind unscheinbar grünlich und in hängenden Rispen angeordnet, was typisch für die Gattung der Brennnesseln (Urtica) ist.
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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