Bild folgtKI-generierte IllustrationTyto alba (Scopoli, 1769)
Scopoli, 1769
Die Schleiereule (Tyto alba) erkennst du an ihrem auffaelligen, herzfoermigen Gesichtsschleier (eine federreiche Gesichtspartie, die Schall zum Gehoer leitet) und dem hellen, goldbraun gefleckten Gefieder. Ihr Ruf ist kein typisches Uhu-Rufen, sondern ein langgezogenes, heiseres Kreischen. Als Greifvogel (ein Vogel, der Beutetiere jagt) ernaehrt sie sich fast ausschliesslich von kleinen Saeugetieren wie Maeusen. Sie ist ein Standvogel (ein Vogel, der das ganze Jahr im Brutgebiet bleibt) und verbringt auch den Winter bei uns in der Region. Ihre Nester baut sie bevorzugt in Gebaeudenischen (geschuetzte Vertiefungen in Bauwerken), wie etwa in Scheunen oder Kirchtuermen. Wenn du diesen nuetzlichen Jaeger unterstuetzen moechtest, kannst du spezielle Nistkasten an hohen Gebaeuden anbringen. Achte darauf, Einfluglocher zu Scheunen oder Dachboeden offen zu halten, damit sie dort einen sicheren Ruheplatz findet. Da sie ein wichtiger Maeusejaeger ist, solltest du auf chemische Giftkoeder im Garten verzichten. Ein naturnaher Garten mit unsgemaehten Bereichen hilft ihr, genuegend Nahrung zu finden. Beobachte sie am besten in der Daemmerung, wenn sie lautlos ihre Runden dreht.
Die Schleiereule ist nach dem Naturschutzgesetz streng geschuetzt; ihre Nester und Brutstaetten duerfen nicht beschaedigt oder entfernt werden. Stoerungen waehrend der Brutzeit sind unbedingt zu vermeiden, um den Aufzuchterfolg nicht zu gefaehrden. Eine Verwechslung ist aufgrund des charakteristischen hellen Gesichts nahezu ausgeschlossen.
Die Schleiereule (Tyto alba) gehoert zur Familie der Schleiereulen (Tytonidae) und ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz heimisch. Sie ist weltweit verbreitet und bewohnt bevorzugt die offene Kulturlandschaft in der Naehe menschlicher Siedlungen. Von den Eigentlichen Eulen unterscheidet sie sich vor allem durch ihren herzfoermigen Gesichtsschleier und ihre verhaeltnismaessig kleinen, schwarzen Augen. Als nachtaktiver (waehrend der Nacht aktiver) Jaeger nutzt sie ihr exzellentes Gehoer, um Beute selbst bei voelliger Dunkelheit zu orten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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