Bild folgtKI-generierte IllustrationTurritis glabra
Auch bekannt als: Turritis glabra
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Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem kerzengeraden, oft über einen Meter hohen Wuchs und den blassgelben Blüten lässt sich die Turm-Gänsekresse (Turritis glabra) sofort erkennen. Du holst dir damit eine markante Charakterpflanze für sonnige Saumstandorte in den Garten, die wenig Pflege beansprucht. Besonders wertvoll ist sie als Kinderstube für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines), dessen Raupen auf die nahrhaften Schoten angewiesen sind. Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) schätzt das Nektarangebot im Frühsommer. Wenn du eine Pflanze suchst, die ohne viel Zutun vertikale Akzente setzt, ist dieses Kreuzblütengewächs eine wunderbare Wahl für dich.
Unverzichtbare Kinderstube für den Aurorafalter und stolzer Turm im Naturgarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Turmkraut eine unentbehrliche Raupenfutterpflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines). Die Weibchen legen ihre Eier an den Blütenstielen ab, damit die Raupen direkt an den heranwachsenden Schoten fressen können. Neben dem Aurorafalter besucht auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) die Blüten zur Nektaraufnahme. Da die Blütezeit von Mai bis Juli reicht, schließt die Pflanze eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Frühsommers. Auch für Insekten, die in hohlen Stängeln überwintern, bietet die verblühte Pflanze wertvollen Raum, wenn du sie über den Winter stehen lässt.
Die Turm-Gänsekresse wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb sie nicht direkt in Spielbereichen von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der stängelumfassenden Blätter kaum. Die Pflanze selbst ist nicht als stark giftig bekannt, sollte aber nicht verzehrt werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.66 m
Wähle für das Turmkraut einen Platz im Halbschatten mit trockenem, normalem Boden aus.
Da die Pflanze ein Mittelzehrer ist (einen mittleren Nährstoffbedarf hat), kommt sie mit gewöhnlicher Gartenerde ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Achte darauf, dass der Standort nicht zu staunass ist, da die Art Trockenheit bevorzugt.
Eine Besonderheit ist die Verbindung mit AM-Mykorrhiza (einer Symbiose mit nützlichen Wurzelpilzen), die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
Nach der Blüte im Juli kannst du die Stängel stehen lassen, damit sich die Pflanze selbst versamt.
Eine Kombinationsempfehlung für deinen Garten: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine hervorragende Partnerin. Beide teilen ähnliche Standortansprüche an Licht und Bodenfeuchte und ergänzen sich ökologisch in der Pflanzengesellschaft trockener Standorte.
Das Turmkraut gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimische Art (indigen) weit verbreitet. Man findet es natürlicherweise an Waldrändern oder in trockenen Gebüschen. Ein typisches Merkmal sind die blaugrün bereiften, stängelumfassenden Blätter und die sehr langen, streng aufrecht stehenden Schotenfrüchte. Es siedelt sich oft als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) auf sonnigen Standorten an.
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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