Bild folgtKI-generierte IllustrationTrommsdorffia maculata
Auch bekannt als: Trommsdorffia maculata
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem faellt das Gefleckte Ferkelkraut (Trommsdorffia maculata) durch seine dunklen, fast schwarz-violetten Flecken auf den behaarten Grundblaettern auf. Diese Pflanze ist ein spezialisierter Bewohner von Magerwiesen und lichten Waeldern, der heute leider immer seltener wird. Fuer deinen Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie als wichtige Nahrungsquelle fuer bedrohte Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) dient. Auch verschiedene Schmalbienen besuchen die gelben Korbblueten regelmaessig. Wenn du einen sonnigen, eher naehrstoffarmen Platz hast, kannst du mit dieser Art einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten. Trau dich ruhig an diese Wildpflanze heran, sie ist pflegeleichter als man denkt.
Gelbe Leuchtkraft fuer Magerrasen: Ein Magnet fuer seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitiert eine Vielzahl von Insekten von dieser Art. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) suchen die Blueten auf. Auch Wildbienen wie die Zottige Schmalbiene (Lasioglossum villosulum) und die Gewoehnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) nutzen das Angebot an Pollen und Nektar intensiv. Sogar seltene Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wurden als Besucher dokumentiert. Im Winter dienen die vertrockneten Samenstaende als kleine Futterstationen fuer heimische Singvoegel. Durch die Mykorrhiza-Verbindung (AM) verbessert die Pflanze zudem die Bodenstruktur und foerdert ein gesundes Mikroklima im Wurzelraum.
Das Gefleckte Ferkelkraut (Trommsdorffia maculata) wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb es nicht in Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Ein Verzehr der Pflanzenteile ist zu vermeiden. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit dem Gewoehnlichen Ferkelkraut (Hypochaeris radicata), welches jedoch meist ungefleckte Blaetter besitzt. Die dunkle Fleckung der Blaetter ist das sicherste Erkennungsmerkmal.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jan – Nov
Bioregion
Continental
Suche fuer das Gefleckte Ferkelkraut (Trommsdorffia maculata) einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte unbedingt mager (naehrstoffarm) und gut durchlaessig sein, da die Pflanze empfindlich auf zu viele Naehrstoffe reagiert.
Du kannst sie im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November pflanzen, solange der Boden offen ist.
Achte beim Einsetzen darauf, dass die Blattrosette direkt auf der Erdoberflaeche aufliegt und nicht mit Erde bedeckt wird.
Da die Pflanze eine Pfahlwurzel besitzt, vertraegt sie Trockenheit sehr gut und muss nach dem Anwachsen kaum gegossen werden.
Auf Duenger solltest du komplett verzichten, um die natuerliche Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Wurzel und Pilz) nicht zu schaedigen.
Ein Rueckschnitt ist nicht erforderlich; lass die Bluetenstaende ueber den Winter stehen.
Die Vermehrung klappt am besten durch die Aussaat der fliegenden Samen im Spaetsommer direkt an Ort und Stelle.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – beide teilen die Vorliebe fuer sonnige, kalkhaltige Magerstandorte und bieten versetzten Bluehzeiten fuer Insekten.
Das Gefleckte Ferkelkraut (Trommsdorffia maculata) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Es ist in Deutschland und Oesterreich heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Eichenwaelder. Die mehrjaehrige Pflanze bildet eine grundstaendige Rosette aus borstig behaarten Blaettern, aus der ein bis zu 50 Zentimeter hoher, meist unblaettriger Stiel mit einer leuchtend gelben Bluete waechst. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM-Typ), die der Pflanze hilft, auch auf kargen Standorten ausreichend Naehrstoffe zu erschliessen.
9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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