Bild folgtKI-generierte IllustrationTrinia glauca
Auch bekannt als: Kleiner Faserschirm
7
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Blaugrünen Faserschirm (Trinia glauca) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze besticht durch ihr feines, fast dornenartig wirkendes blaugrünes Laub und die filigranen weißen Blütendolden. Als seltener Bewohner trockener Magerstandorte bringt sie echte biologische Vielfalt in Deinen Garten. Da sie auf der Roten Liste steht, leistest Du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer stark gefährdeten Art. Besonders Ameisen wie die Schwarzgraue Sklavenameise (Formica fusca) schätzen die Pflanze sehr und besuchen sie regelmäßig. Wenn Du einen sonnigen, eher nährstoffarmen Platz hast, wird sie sich bei Dir wohlfühlen. Schau genau hin, denn ihre Schönheit liegt im Detail.
Seltener Überlebenskünstler: Schütze den gefährdeten Blaugrünen Faserschirm.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten spielt der Blaugrüne Faserschirm eine interessante Rolle im Zusammenspiel mit Bodeninsekten. Er dient als wichtige Nahrungsquelle für Ameisenarten wie die Fremde Wegameise (Lasius alienus) und die Schwarzgraue Sklavenameise (Formica fusca). Diese Insekten besuchen die Blüten zur Nahrungsaufnahme und tragen dabei zur Bestäubung bei. Da die Pflanze im Mai und Juni blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot trockener Standorte. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Samenstände wichtige Strukturen für überwinternde Kleinstlebewesen im Garten. Durch ihre extreme Seltenheit ist jede Pflanze ein wertvoller Trittstein für die regionale Biodiversität.
Der Blaugrüne Faserschirm wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Du beim Umgang mit Kindern im Garten Vorsicht walten lassen solltest. Es besteht eine generelle Verwechslungsgefahr mit anderen Doldenblütlern, von denen einige Arten giftig sein können. Achte zur Identifizierung auf die typischen blaugrünen, fadenförmigen Blätter, die diese Art deutlich kennzeichnen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Wähle für den Blaugrünen Faserschirm unbedingt einen Standort in voller Sonne.
Der Boden sollte trocken und sehr mager sein, da die Pflanze als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) keine zusätzlichen Düngergaben verträgt.
Du kannst sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Gießen musst Du sie nach dem Anwachsen fast nie, da sie hervorragend an extreme Trockenheit angepasst ist.
Achte auf eine gute Drainage, damit keine Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) entsteht, die die Wurzeln schädigen könnte.
Da sie mit einer Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) lebt, profitiert sie von einem gesunden, ungestörten Bodenleben.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im späten Winter erfolgen.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) - beide teilen ähnliche Standortansprüche auf sonnigen Magerstandorten und ergänzen sich wunderbar in ihrer Struktur.
Der Blaugrüne Faserschirm (Trinia glauca) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und felsige Hänge auf kalkhaltigem Untergrund. Typisch ist die zweihäusige Lebensweise, was bedeutet, dass es rein männliche und rein weibliche Individuen gibt. Die Art gilt als Indigen, sie ist also von Natur aus bei uns zu Hause, wird aber aufgrund schwindender Lebensräume auf der Roten Liste in Kategorie 2 als stark gefährdet geführt.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →