Bild folgtKI-generierte IllustrationTringa totanus
Der Rotschenkel (Tringa totanus) ist ein mittelgroßer Watvogel, der durch seine auffällig leuchtend orangeroten Beine und den an der Basis ebenso gefärbten Schnabel sofort ins Auge fällt. Sein Gefieder wirkt oberseits graubraun gemustert, während der im Flug sichtbare weiße Flügelhinterrand ein sicheres Erkennungsmerkmal darstellt. In Deinem Garten wirst Du ihn vermutlich nur antreffen, wenn dieser an feuchte Wiesen oder Gewässer angrenzt, wo er mit seinem flötenähnlichen Ruf auf sich aufmerksam macht. Als typischer Fleischfresser sucht er im feuchten Schlamm oder niedrigen Wasser nach Insekten, Würmern und kleinen Krebstieren. Da er zu den Bodenbrütern zählt, errichtet er sein schlichtes Nest gut versteckt in der Vegetation direkt auf der Erde. Das Zugverhalten dieser Art ist variabel; viele Individuen ziehen als Kurzstreckenzieher in den Mittelmeerraum, während andere als Langstreckenzieher bis nach Afrika fliegen. Um diesem seltenen Gast zu helfen, solltest Du auf eine naturnahe Gestaltung mit feuchten Stellen oder kleinen Tümpeln setzen. Ein Verzicht auf Entwässerung und das Stehenlassen von hohen Grasbüscheln bietet ihm Schutz und potenzielle Brutplätze. Da er empfindlich auf Störungen reagiert, ist Ruhe im Garten während der Brutzeit der beste Beitrag zum Artenschutz.
Wie alle heimischen Vogelarten steht der Rotschenkel unter Schutz; seine Nester dürfen keinesfalls gestört werden. Da er als Bodenbrüter besonders durch freilaufende Haustiere gefährdet ist, sollten Katzen und Hunde in potenziellen Brutgebieten ferngehalten werden.
Der Rotschenkel (Tringa totanus) gehört zur Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Er ist in weiten Teilen Mitteleuropas heimisch und besiedelt vorzugsweise Salz- und Feuchtwiesen sowie Moore. Charakteristisch für seine Lebensweise ist das ständige Wippen mit dem Körper bei Erregung. Von ähnlichen Arten wie dem Grünschenkel unterscheidet er sich deutlich durch die namensgebenden roten Beine und das weiße Flügelmuster.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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