Bild folgtKI-generierte IllustrationTolpis staticifolia
Auch bekannt als: Grasnelkenhabichtskraut, Grasnelken-Habichtskraut
13
Arten
interagieren
25
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Statice-Habichtskraut (Tolpis staticifolia) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen extrem schmalen, fast grasartigen Blättern und den hellgelben Korbblüten ist es eine markante Erscheinung. Diese Pflanze ist ein wertvoller Spezialist für trockene Standorte und ökologisch bedeutsam, da sie Tieren wie dem Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) als Nektarpflanze dient. Auch Wildbienen wie die Braunfühler-Schmalbiene (Lasioglossum fulvicorne) schätzen das Angebot während der langen Blütezeit. Wenn du einen kiesigen oder steinigen Gartenbereich hast, kannst du mit dieser Art gezielt die Artenvielfalt fördern. Du schaffst damit einen Lebensraum, der auch in heißen Sommern ohne viel Gießen stabil bleibt.
Karge Schönheit für den Steingarten: Nektarquelle für seltene Schmalbienen.
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Das Statice-Habichtskraut ist eine wichtige Komponente für die Insektenwelt an kargen Standorten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere spezialisierte Wildbienen wie Lasioglossum cupromicans und die Braunfühler-Schmalbiene von dem Nektarangebot. Auch für Schmetterlinge wie den seltenen Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) ist die Pflanze eine wertvolle Tankstelle. Da die Blütezeit von Mai bis September reicht, bietet sie über viele Monate hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle. Im Winter sind die stehengelassenen Samenstände zudem ein natürliches Futterangebot für kleine Singvögel. Mit der Ansiedlung dieser Pflanze unterstützt du aktiv den Erhalt gefährdeter Insektenarten in deiner Region.
Bitte beachte, dass das Statice-Habichtskraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Der Kontakt mit dem Milchsaft der Pflanze kann bei empfindlicher Haut zu leichten Reizungen führen. In Gärten mit kleinen Kindern empfiehlt es sich, die Pflanze in Bereiche zu setzen, die nicht direkt als Spielfläche genutzt werden, wie zum Beispiel in erhöhte Steingartenbeete.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, der über den Tag viel Wärme speichert.
Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen sehr mageren und mineralischen Boden.
Ideal ist ein Substrat mit hohem Anteil an Kies, Kalkschotter oder grobem Sand.
Achte streng darauf, Staunässe zu vermeiden, da die Pflanze an zu feuchten Füßen schnell eingeht.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Ein Gießen ist nach dem Anwachsen nur bei extrem langer Trockenheit notwendig.
Auf Dünger solltest du komplett verzichten, um den natürlichen, kompakten Wuchs zu erhalten.
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten über die Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen.
Im Winter ist die Pflanze frosthart und benötigt keine Abdeckung.
Gute Partnerin: Die Polster-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) – beide Arten bevorzugen kalkreichen Schotter und bilden zusammen ein schönes Bild in Steinfugen.
Das Statice-Habichtskraut (Tolpis staticifolia) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. In der Natur besiedelt es bevorzugt Flussschotterflächen der Alpenflüsse und lichte Kiefernwälder auf kalkhaltigem Boden. Die Pflanze zeichnet sich durch ihren horstigen Wuchs und die fast nackten Stängel aus, die an der Basis eine Rosette aus schmal-linealen Blättern bilden. Morphologisch erinnert sie stark an eine Mischung aus Habichtskraut und Grasnelke, was ihr den Namen einbrachte.
1 Video zu Grasnelken-Habichtskraut

10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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