
Thalictrum aquilegiifolium
Auch bekannt als: Akleiblättrige Wiesenraute, Akeleiblättrige Wiesenraute
6
Arten
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11
Interaktionen
dokumentiert
An den gefiederten Blättern, die stark an die Akelei (Aquilegia) erinnern, lässt sich die Akelei-Wiesenraute (Thalictrum aquilegiifolium) sofort erkennen. Auffällig sind zudem ihre zarten, wolkenartigen Blütenstände aus zahlreichen aufrechten Staubblättern in Pastelltönen. In deinem Naturgarten bietet sie einen wertvollen Lebensraum für spezialisierte Besucher wie den Gemeinen Scheinstachelkäfer (Mordellochroa abdominalis). Da sie heimisch und pflegeleicht ist, bereichert sie halbschattige Gartenwinkel ohne viel Aufwand. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück unberührter Feuchtwiesen-Atmosphäre direkt ans Haus. Prüfe am besten im Frühjahr, ob der Boden an ihrem Platz noch feucht genug ist.
Wolkenartige Blütenpracht und Heimat für den Gemeinen Scheinstachelkäfer.
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Die Akelei-Wiesenraute spielt eine spezifische Rolle im Ökosystem deines Gartens. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie ein wichtiger Anlaufpunkt für den Gemeinen Scheinstachelkäfer (Mordellochroa abdominalis), der sich auf den markanten Blütenständen einfindet. Da die Bestäubung hier primär über Insektenbesuche erfolgt, die Pollen sammeln, fungiert sie als wertvolle Pollenquelle. Ihr Hauptwert liegt in der Bereitstellung von proteinreicher Nahrung für spezialisierte Käferarten. Das Stehenlassen der vertrockneten Stängel über den Winter hilft zudem, die strukturelle Vielfalt für die heimische Fauna zu erhalten. Sie ist somit ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt in feuchteren Gartenbereichen.
Die Akelei-Wiesenraute ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Hahnenfußgewächse enthält sie Stoffe, die bei Verzehr oder Hautkontakt reizend wirken können. In Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren ist daher Vorsicht geboten; ein Platz im hinteren Teil des Beetes ohne direkten Zugriff ist ratsam.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.93 m
Wähle für die Pflanzung einen Standort im Halbschatten.
Direkte Mittagssonne verträgt sie bei Trockenheit schlecht.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein.
Als Starkzehrer (nährstoffreicher/fetter Boden) benötigt sie eine gute Humusversorgung.
Pflanze sie am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte darauf, die Erde besonders in trockenen Phasen gleichmäßig feucht zu halten.
Ein windgeschützter Platz ist ideal, damit die hohen Blütenstängel nicht umknicken.
Eine Gabe von Kompost im zeitigen Frühjahr unterstützt den kräftigen Austrieb.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Teilung des Wurzelstocks oder durch Aussaat.
Schneide die verblühten Stängel erst im Spätwinter zurück, um die Struktur zu erhalten.
Gute Partnerin: Der Wald-Geißbart (Aruncus dioicus) – beide teilen die Vorliebe für frische, halbschattige Standorte und ergänzen sich wunderbar in ihrer feingliedrigen Struktur.
Die Akelei-Wiesenraute gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt krautreiche Wälder sowie feuchte Bergwiesen. Charakteristisch ist der aufrechte Wuchs, der oft über einen Meter erreicht, und die doppelt gefiederten Blätter. Die Blüten besitzen keine auffälligen Kronblätter; die optische Wirkung wird allein durch die farbigen, keulenförmig verdickten Staubfäden erzielt. Als ausdauernde, krautige Pflanze ist sie fest in der regionalen Flora verankert.
2 Videos zu Akelei-Wiesenraute


4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_477738367
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