Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum insigne
Auch bekannt als: Taraxacum insigne
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Ausgezeichneten Löwenzahn (Taraxacum insigne) sind seine leuchtend gelben Korbblüten, die im Mai markant aus den tief gezahnten Blattrosetten hervorstechen. Dass er in Deutschland auf der Roten Liste steht, macht ihn zu einem echten Geheimtipp für deinen Naturgarten. Er dient als spezialisierte Futterquelle für seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia). Da er zudem eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, fördert er die Bodengesundheit unter der Erdoberfläche. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück schützenswerte Wildnis direkt vor die Haustür.
Seltener Naturschatz: Die exklusive Mai-Tankstelle für bedrohte Scheckenfalter.
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Dieser Löwenzahn ist eine wertvolle Nektarquelle für eine Reihe spezialisierter Falter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) von den Blüten im Mai. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Feurige Perlmuttfalter (Melitaea ornata) nutzen das Angebot. Da die Art in der Natur selten geworden ist, bildet sie im Garten eine wichtige Trittstein-Biotope für diese Insekten. Die Samenstände dienen später im Jahr Vögeln als Nahrung, während die Wurzeln durch die Mykorrhiza das Bodennetzwerk stärken.
Bitte achte darauf, dass der Ausgezeichnete Löwenzahn als nicht kindersicher eingestuft wird. Der in den Stängeln enthaltene Milchsaft kann bei Kontakt mit der Haut oder den Augen Reizungen verursachen. Sollten Pflanzenteile versehentlich verzehrt werden, kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Mediterranean
Du solltest für den Ausgezeichneten Löwenzahn einen vollsonnigen Platz wählen, damit er seine volle Blütenpracht entfaltet. Er kommt am besten mit einem durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden zurecht, der keine Staunässe bildet. * Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist. * Gieße ihn in der Anwachsphase regelmäßig, danach ist er sehr pflegeleicht. * Da er eine Pfahlwurzel bildet, ist er recht trockenheitsresistent. * Auf Dünger kannst du verzichten, da er als Wildpflanze an kargere Verhältnisse angepasst ist. * Zur Vermehrung lässt du die Samen einfach ausreifen; sie werden durch den Wind verbreitet. * Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, außer du möchtest die Selbstaussaat begrenzen. * Als Begleitpflanze empfehle ich dir die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide Arten sind heimisch, teilen sich ähnliche Standorte und bieten Insekten über einen langen Zeitraum Nahrung.
Der Ausgezeichnete Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird als Indigen (ursprünglich heimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) eingestuft. Er ist vor allem in Österreich und Spanien verbreitet, in Deutschland gilt er aufgrund seiner Seltenheit als besonders schützenswert. Morphologisch gleicht er dem bekannten Wiesen-Löwenzahn, unterscheidet sich aber durch feine Details im Blütenbau und den Hüllblättern. Eine Besonderheit ist seine arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine enge Lebensgemeinschaft mit Pilzen, die die Nährstoffaufnahme verbessert.
1 Video zu Ausgezeichneter Löwenzahn

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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