Bild folgtKI-generierte IllustrationStipa pennata
Auch bekannt als: Grauscheidiges Federgras, Echtes Federgras
Artengruppe
2
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren silbrig glänzenden, fadenartigen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Spelzen), die wie zarte Federn im Wind tanzen, fällt die Artengruppe des Echten Federgrases (Stipa pennata) sofort auf. Da die Pflanze auf der Roten Liste steht (Status 3), holst du dir ein echtes Stück schützenswerter Natur in den Garten. Besonders Schmetterlinge wie der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) oder der Mauerfuchs (Lasiommata megera) nutzen das Gras als wichtigen Lebensraum. In deinem Garten setzt es grazile Akzente und kommt mit zunehmender Sommertrockenheit hervorragend zurecht. Wenn du einen sonnigen, mageren Standort hast, kannst du mit diesem Gras wenig falsch machen.
Silbernes Federkleid für den Garten: Ein seltener Schatz für heimische Falter.
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Das Echte Federgras ist eine wertvolle Bereicherung für die heimische Fauna. Nach aktuellen Bestäubungsdaten und ökologischen Beobachtungen dient es als wichtige Raupennahrung und Habitat für den Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele) sowie den Mauerfuchs (Lasiommata megera). Obwohl Gräser keinen Nektar produzieren, sind sie für das Ökosystem unverzichtbar. Die Samen dienen im Winter verschiedenen Vogelarten als Nahrungsquelle. Durch die Pflanzung dieser gefährdeten Art hilfst du dabei, Trittsteinbiotope (vernetzende Lebensräume für wandernde Arten) in der Kulturlandschaft zu erhalten.
Das Echte Federgras wird als nicht kindersicher eingestuft. Der Grund sind die langen, spitzen Grannen der Samen, die sich bei Berührung leicht in Haut, Kleidung oder die Schleimhäute von Haustieren bohren können. Die Pflanze selbst ist jedoch ungiftig und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.51 m
Standort: Wähle den sonnigsten Platz in deinem Garten, da das Gras viel Licht benötigt.
Boden: Der Untergrund muss trocken und nährstoffarm sein. Das Federgras ist ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus).
Durchlässigkeit: Bei schwerem Boden solltest du reichlich Sand oder Kies untermischen, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Gräser von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Eine Düngung ist nicht notwendig und schadet der Standfestigkeit.
Rückschnitt: Schneide die alten Halme erst im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb zurück.
Überwinterung: Die trockenen Halme dienen Insekten als Schutz und sollten über den Winter stehen bleiben.
Vermehrung: An zusagenden Standorten vermehrt sich das Gras durch Selbstaussaat.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum). Beide Arten teilen sich denselben Lebensraum auf kalkhaltigen Magerstandorten und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Echte Federgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in den trockenwarmen Regionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als typische Art für Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) besiedelt es bevorzugt kalkhaltige Böden. Die Pflanze wächst in dichten Horsten (kompakte Pflanzenpolster ohne Ausläufer), aus denen im Mai und Juni die namensgebenden, behaarten Grannen entspringen, die bis zu 30 Zentimeter lang werden können. Es ist ein Archäophyt, also eine Pflanze, die bereits vor dem Jahr 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde oder natürlich eingewandert ist.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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